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Das AI-Forschungs-Startup Listen Labs hat seine Finanzierungsrunde über $1.5B wegen Gesprächen mit Salesforce auf Eis gelegt

Aktualisiert: 12.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · 473 Wörter

Veröffentlicht: · Meldung erreichte uns: · Verarbeitungszeit: 67 Std. 23 Min.

Das AI-Forschungs-Startup Listen Labs hat seine Finanzierungsrunde über $1.5B wegen Gesprächen mit Salesforce auf Eis gelegt
Professionelles Mikrofon in einem Technologie-Büro

Das Marktforschungs-Startup Listen Labs, das mithilfe von Sprach-KI Kundengespräche führt, hat sich von der unterzeichneten Term-Vereinbarung über eine Series-C-Finanzierungsrunde in Höhe von 125 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 1,5 Milliarden Dollar unter Führung von Menlo Ventures zurückgezogen. Mehreren Quellen zufolge wurde die Runde nie abgeschlossen. Es wird davon ausgegangen, dass die Entscheidung mit Gesprächen von Salesforce über eine Übernahme des Unternehmens für rund 2 Milliarden Dollar zusammenhängt. Die Gespräche sind jedoch noch nicht abgeschlossen und könnten möglicherweise nicht zu einer Vereinbarung führen.

Listen Labs, das 2023 von Florian Jüngermann und Alfred Wahlforss gegründet wurde, erzielt einen annualisierten Umsatz von rund 30 Millionen Dollar. Das entspricht etwa dem Dreifachen des Umsatzes des auf die Vorhersage menschlichen Verhaltens spezialisierten Konkurrenten Simile. Simile schloss Ende Juli unter Führung von Greenoaks eine Series-B-Runde über 200 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 2 Milliarden Dollar ab. Es heißt, dies könnte für Listen Labs einen neuen Bewertungsmaßstab geschaffen haben. Sollte die Salesforce-Übernahme scheitern, erwarten einige Investoren, dass das Startup erneut nach Investoren sucht und eine Bewertung von 2 Milliarden Dollar oder mehr anstrebt. Einer Quelle zufolge könnte Salesforce den 67-fachen Umsatzmultiplikator jedoch als zu hoch ansehen.

Die künstliche Intelligenz von Listen Labs erstellt Umfragefragen, führt Sprach- oder Videogespräche mit Kunden und wandelt die Gespräche in Berichte sowie PowerPoint-Präsentationen um. Die Technologie soll die Durchführung von Studien im Vergleich zu herkömmlichen Methoden beschleunigen und die Kosten senken. Zu den Kunden zählen Microsoft, Canva, Anthropic und Sweetgreen.

Zu den weiteren Initiativen auf dem Markt zählen Outset, Keplar, Aaru und Simile. Während einige Plattformen Gespräche mit realen Personen automatisieren, simulieren Unternehmen wie Aaru und Simile menschliches Verhalten mithilfe von künstlicher Intelligenz. Listen Labs war in der Ende Januar unter der Führung von Ribbit Capital bekannt gegebenen Series-B-Runde über 69 Millionen Dollar mit 500 Millionen Dollar bewertet worden; Sequoia, Conviction und Pear VC beteiligten sich ebenfalls an der Runde. Investoren und Unternehmen reagierten nicht auf Anfragen um eine Stellungnahme.

Warum das wichtig ist

Diese Entwicklung zeigt, dass Startups für KI-gestützte Marktforschung nicht nur für Investoren, sondern auch für Unternehmenssoftwareanbieter wie Salesforce strategischen Wert haben. Der Unterschied zwischen dem Umsatz von Listen Labs und der Finanzierung, die der Konkurrent Simile erhalten hat, rückt die Frage in den Vordergrund, wie sich Bewertungsmaßstäbe zwischen Plattformen herausbilden, die menschliche Gespräche automatisieren und Verhalten simulieren. Für Unternehmen wie Microsoft, Canva, Anthropic und Sweetgreen, die die Technologie einsetzen, gewinnt hingegen die Frage an Bedeutung, mit welcher Eigentümerstruktur sich Tools weiterentwickeln werden, die Geschwindigkeits- und Kostenvorteile in Forschungsprozessen bieten. Die zentrale offene Frage ist, ob die Gespräche mit Salesforce abgeschlossen werden; falls nicht, wird entscheidend sein, mit welcher Bewertung Listen Labs bei der Suche nach neuen Investitionen konfrontiert wird.

Hintergrund

Labs ist im FikirPilot-Archiv kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 4 Nachrichten veröffentlicht, in denen dieser Name vorkommt; die jüngste stammt vom 4. September 2026.

Quelle: TechCrunch AI