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Pentagon forderte von OpenAI ein KI-Modell, das Anfragen möglichst nicht ablehnt

Aktualisiert: 14.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · 350 Wörter

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Pentagon forderte von OpenAI ein KI-Modell, das Anfragen möglichst nicht ablehnt
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Die Dokumente zum 200 Millionen Dollar schweren Vertrag zwischen dem US-Verteidigungsministerium und OpenAI haben offengelegt, dass das Ministerium KI-Modelle für den militärischen Einsatz verlangte, die Befehle möglichst selten ablehnen. In dem mit dem Code P00003 versehenen Dokument ist vorgesehen, dass die Systeme „OpenAI Mission Models“ in Szenarien der nationalen Sicherheit minimale Ablehnungsraten aufweisen und getestet werden.

Der OpenAI-Sprecher Nate Evans sagte, diese Formulierung habe in einem früheren Entwurf des Pentagon gestanden, sei nach einem Einspruch gestrichen worden und sei nicht in die geltende Vereinbarung aufgenommen worden. Auch das Pentagon erklärte, der aktuelle Vertrag enthalte keine solche Bedingung. Das Dokument war jedoch nicht als Entwurf gekennzeichnet, obwohl im FOIA-Antrag ein unterzeichneter Vertrag angefordert worden war; ein Anwalt des Justizministeriums bestätigte zunächst, dass es unterzeichnet und in Kraft sei, zog diese Bestätigung anschließend jedoch zurück.

OpenAI, Google, Anthropic und xAI begannen 2025 mit dem Pentagon, Prototypen für militärische KI zu entwickeln. Die Vereinbarung von OpenAI vom Februar verbietet die massenhafte Überwachung im Inland, autonome Waffen und risikoreiche Entscheidungen ohne menschliche Genehmigung. Es wurde erklärt, dass die Systeme des Pentagon über die Cloud betrieben und die Sicherheitsmechanismen beibehalten würden.

Warum das wichtig ist

Der Ansatz zur Senkung der Ablehnungsquote in dem Dokument rückt die Frage in den Vordergrund, wie die Grenze zwischen operativer Flexibilität und der Aufrechterhaltung von Sicherheitsmechanismen in der militärischen KI gezogen werden soll. Diese Angelegenheit betrifft nicht nur OpenAI, sondern auch die anderen Unternehmen, die ähnliche Prototypen mit dem Pentagon entwickeln, sowie die Öffentlichkeit, die die Nutzungsbedingungen dieser Systeme beobachtet. Dass unklar bleibt, ob eine angeblich in der Vereinbarung enthaltene Formulierung ein Entwurf oder ein verbindlicher Text ist, macht die Probleme beim Dokumentenmanagement und bei der Rechenschaftspflicht in der Beschaffung von KI durch öffentliche Einrichtungen sichtbar. Die zentrale offene Frage lautet, wer auf Grundlage welchen Textes darüber entscheidet, welche Befehle in für den militärischen Einsatz entwickelten Systemen abgelehnt werden und für welche risikoreichen Entscheidungen die menschliche Genehmigung zwingend erforderlich bleibt.

Hintergrund

OpenAI ist im FikirPilot-Archiv kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 36 Nachrichten veröffentlicht, in denen dieser Name vorkam; die jüngste datiert vom 13. September 2026.

Quelle: Webrazzi