In Miami wurde eine Frau festgenommen, weil sie sich auf dem American-Airlines-Flug 1779 von Baltimore/Washington International Thurgood Marshall Airport nach Miami vollständig ausgezogen und sich vor den anderen Passagieren unangemessen verhalten haben soll. Das Flugzeug startete am Freitag kurz nach 21.00 Uhr und landete gegen 23.23 Uhr in Miami, ohne die Route wegen des Vorfalls zu ändern. Der Vorfall, den ein Flugbegleiter dem Cockpit meldete, wurde am 12. September 2026 im Aircraft Communications Addressing and Reporting System erfasst. Die Polizei nahm die Frau fest, während sie an der Flugzeugtür wartete; es wurde nicht mitgeteilt, ob Anklage erhoben wird und wie die Flugbegleiter eingegriffen haben. Es gibt auch keine Informationen darüber, dass die Frau körperlich überwältigt wurde. Vor Kurzem war ein anderer Passagier auf einem weiteren Flug der Strecke Reno-New Jersey von Flugbegleitern und anderen Passagieren überwältigt und mit Klebeband an seinem Sitz fixiert worden, weil er einen Passagier angegriffen und Drohungen ausgesprochen haben soll.
Warum das wichtig ist
Der Vorfall zeigt, dass Ausschreitungen während eines Fluges nicht nur die Ordnung in der Kabine, sondern auch die Sicherheits- und Justizverfahren nach der Landung betreffen. Dass das Flugzeug Miami ohne Umleitung erreichte, macht deutlich, dass in diesem Fall das Eingreifen der Polizei nach Abschluss des Fluges entscheidend war. Gleichzeitig bleibt unklar, ob Anklage erhoben wird und nach welcher Methode die Flugbegleiter während des gesamten Vorfalls vorgingen. Dass auf einem anderen Flug vor Kurzem körperlich gegen einen Passagier eingegriffen wurde, deutet darauf hin, dass die von Besatzungen und Passagieren angewandten Methoden je nach Fall unterschiedlich sein können; welche Grenzen des Eingreifens in diesem Fall galten, wurde jedoch nicht mitgeteilt.