Zum Inhalt springen
Deutsch
FikirPilot-Inhalt

Die Trump-Regierung unterstützt OpenAI im Urheberrechtsprozess der NYT

Aktualisiert: 06.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · 418 Wörter

Veröffentlicht: · Meldung erreichte uns: · Verarbeitungszeit: 81 Std. 51 Min.

Die Trump-Regierung unterstützt OpenAI im Urheberrechtsprozess der NYT
Zeitungen und ein Tablet auf dem Richtertisch

Die Trump-Regierung hat sich in die Urheberrechtsklage von The New York Times gegen OpenAI eingeschaltet und argumentiert, dass das Training von Modellen künstlicher Intelligenz mit urheberrechtlich geschützten Texten als faire Nutzung gelten sollte. In der im Dezember 2023 eingereichten Klage wirft The New York Times OpenAI vor, Artikel ohne Genehmigung verwendet zu haben, und fordert von Microsoft und OpenAI Schadenersatz in Höhe von „Milliarden Dollar“.

In einer in dieser Woche eingereichten Stellungnahme erklärte die US-Regierung, der Versuch der Zeitung, die Doktrin der fairen Nutzung einzuschränken, würde den wissenschaftlichen und kreativen Fortschritt behindern. Darin wurde argumentiert, dass große Sprachmodelle Forschern wichtige Beiträge leisten und eine Einschränkung der Entwicklung künstlicher Intelligenz dem amerikanischen Wohlstand und der wirtschaftlichen Mobilität schaden würde. Die Regierung hatte das Training künstlicher Intelligenz bereits zuvor im Nationalen Gesetzgebungsrahmen für künstliche Intelligenz als faire Nutzung bezeichnet.

Die Klage könnte einen Präzedenzfall für weitere Streitigkeiten über die Nutzung von Medieninhalten durch Unternehmen für künstliche Intelligenz schaffen. Auch das Center for Investigative Reporting, die Chicago Tribune und die New York Daily News haben ähnliche Klagen eingereicht. 2025 befand ein Richter, dass Anthropic seine Modelle mit auf legalem Weg erworbenen Büchern trainieren dürfe, zugleich aber für Piraterie haftbar gemacht werden könne; das Verfahren endete mit einem Vergleich mit den Autoren in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar.

The Associated Press, Axel Springer und Vox Media haben hingegen Lizenzvereinbarungen mit OpenAI geschlossen. The New York Times unterzeichnete 2025 eine Vereinbarung, die die Nutzung ihrer Inhalte in Amazons Werkzeugen für generative künstliche Intelligenz erlaubt.

Warum das wichtig ist

Die Haltung der Regierung hebt das Lernen von KI-Modellen aus urheberrechtlich geschützten Inhalten über einen bloßen Streit zwischen den Parteien hinaus und führt es in eine breitere Debatte über den Anwendungsbereich des Rechts auf faire Nutzung. Dieser Ansatz macht die Spannung zwischen den Forderungen der Rechteinhaber nach Genehmigungen und Entschädigungen und dem Bestreben der KI-Unternehmen, ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu schützen, deutlich. Der Ausgang des Verfahrens könnte dafür von Bedeutung sein, wie Gerichte in ähnlichen Streitigkeiten zwischen rechtmäßig erworbenen Inhalten und auf illegalem Weg beschafften Inhalten unterscheiden. Dass sich einige Organisationen der Branche Lizenzvereinbarungen zuwenden, zeigt, dass es für das Urheberrechtsproblem keine einheitliche Lösung gibt. Zugleich bleibt offen, anhand welcher Kriterien das Gericht die Grenzen der fairen Nutzung festlegen wird und wie sich diese Grenzen auf die Inhaltsrichtlinien von Medienunternehmen auswirken werden.

Hintergrund

OpenAI ist im Archiv von FikirPilot kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 30 Nachrichten veröffentlicht, in denen dieser Name erwähnt wird; die jüngste stammt vom 6. September 2026.

Quelle: The Verge