Das Projekt AI & Economy ATLAS von Google hat ein neues, interaktives und frei zugängliches Angebot gestartet, das die Untersuchung von Millionen von Datenpunkten erleichtern soll, die zeigen, wie künstliche Intelligenz die Arbeitswelt weltweit verändert. Nutzer können die Nutzungsraten in verschiedenen Berufen – von Elektrikern bis zu Einkaufsleitern –, die Nutzung künstlicher Intelligenz in Privathaushalten und den Grad ihrer Verbreitung in verschiedenen Ländern untersuchen.
Eine neue Studie von Google, Google DeepMind und MIT FutureTech, die auf den ATLAS-Daten basiert, untersuchte auch die Nutzung künstlicher Intelligenz durch Wissenschaftler. Die Untersuchung stützt sich auf die Analyse von 2600 spezialisierten Modellen für künstliche Intelligenz und eine Befragung von mehr als 600 Wissenschaftlern in den USA und im Vereinigten Königreich. Den Ergebnissen zufolge nutzen Wissenschaftler künstliche Intelligenz häufiger als Angehörige vieler anderer Berufsgruppen; etwa die Hälfte verwendet täglich ein Werkzeug für künstliche Intelligenz.
Während LLMs wie Gemini in wissenschaftlichen Bereichen und bei wissenschaftlichen Aufgaben weitverbreitet sind, spielen spezialisierte Modelle im Gesundheitswesen und in den Lebenswissenschaften sowie bei Prognosen, Produktion und Simulation eine besonders wichtige Rolle. Künstliche Intelligenz spart knapp sieben Stunden pro Woche. Die Notwendigkeit, Ergebnisse zu überprüfen, noch zu testende Hypothesen sowie Engpässe bei physischen Experimenten und der klinischen Validierung können ihren Einfluss auf Entdeckungen jedoch begrenzen.
Warum das wichtig ist
Offen zugängliche Visualisierungen ermöglichen es, nicht nur die allgemeine Verbreitung der Nutzung künstlicher Intelligenz zu vergleichen, sondern auch die Unterschiede zwischen Berufen, Haushalten und Ländern. Diese Differenzierung kann dazu beitragen, zu verstehen, in welchen Tätigkeiten und Regionen sich der wirtschaftliche Wandel konzentriert. Die Erkenntnisse zu Wissenschaftlern zeigen hingegen, dass die weitverbreitete Nutzung nicht in jedem Bereich auf denselben Werkzeugen oder Aufgaben beruht. Die wöchentliche Zeitersparnis bedeutet aufgrund von Engpässen bei der Überprüfung, bei physischen Experimenten und bei klinischen Prozessen nicht unmittelbar schnellere wissenschaftliche Entdeckungen. Da die Umfrage zudem auf Wissenschaftler in den USA und im Vereinigten Königreich beschränkt war, bleibt offen, inwieweit diese Ergebnisse Forschende weltweit repräsentieren.
Hintergrund
Google ist im Archiv von FikirPilot kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 36 Meldungen veröffentlicht, in denen dieser Name vorkam; die jüngste datiert vom 13. September 2026.