Laut einer am Montag veröffentlichten Mitteilung der Florida International University hat eine neue Studie ergeben, dass Smartwatches die beim Training verbrannten Kalorien möglicherweise nicht korrekt berechnen und dies den Gewichtsverlust negativ beeinflussen könnte. An der Studie nahmen 58 hispanische Erwachsene teil, die während 10-minütiger Übungen bei mittlerer und hoher Intensität auf einem Ergometer eine Apple Watch Series 8, Fitbit Sense 2, Samsung Galaxy Watch 5 oder Garmin Forerunner 955 trugen. Die Daten wurden mit dem Stoffwechselanalysegerät COSMED K5 verglichen, das Atmung, Sauerstoffverbrauch und Energieaufwand misst. Apple lieferte die genauesten Ergebnisse, während Garmin und Samsung die Marken waren, die den Kalorienverbrauch am stärksten überschätzten. Fitbit konnte bei einigen Messungen keine Daten liefern oder meldete sehr niedrige, unplausible Werte; da ein erheblicher Teil dieser Daten von der Auswertung ausgeschlossen wurde, konnte kein eindeutiges Ergebnis zur Genauigkeit ermittelt werden. Es zeigte sich, dass die Fehler bei Personen mit einem höheren Körperfettanteil, die möglicherweise stärker auf eine Kalorienüberwachung angewiesen sind, deutlicher ausfielen. Der Forscher Jason Kostrna erklärte, dass Testdaten in den Algorithmen eine Rolle spielen könnten. Es wurde mitgeteilt, dass die Uhren dennoch für die Gesundheitsüberwachung nützlich sein könnten und in der nächsten Phase Krafttraining untersucht werden soll.
Warum das wichtig ist
Die Ergebnisse zeigen, dass die Kaloriendaten von Smartwatches beim Abnehmen möglicherweise keine Messgröße sind, auf die man sich allein verlassen sollte; insbesondere für Nutzer mit einem höheren Körperfettanteil wird diese Einschränkung wichtiger. Die Unterschiede zwischen den Marken bedeuten, dass das bei derselben Übung verwendete Gerät die Einschätzung der täglichen Energiebilanz und des Fortschritts einer Person beeinflussen kann. Allerdings verhindert der Umstand, dass ein Teil der Daten zu Fitbit von der Auswertung ausgeschlossen wurde, einen eindeutigen Genauigkeitsvergleich für diese Marke. Dass die Untersuchung ausschließlich auf Übungen mit mittlerer und hoher Intensität auf dem Ergometer basierte, lässt zudem offen, ob die Ergebnisse auch für Krafttraining gelten. Die Testdaten, mit denen die Algorithmen entwickelt wurden, rücken als eine der Ursachen für die Unterschiede bei den Messungen in den Vordergrund.