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Apple fand einen Ausweg, OpenAI musste sich gegen Musks Kartellklage wehren

Aktualisiert: 15.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · 457 Wörter

Veröffentlicht: · Meldung erreichte uns: · Verarbeitungszeit: 56 Min.

Apple fand einen Ausweg, OpenAI musste sich gegen Musks Kartellklage wehren
Richterhammer und Smartphone

Als Apple 2024 die Integration von ChatGPT ankündigte, bezeichnete Musk dies als eine Vereinbarung, die OpenAI erlaube, „gruselige Spionagesoftware“ auf den Geräten der Nutzer zu installieren. In seiner im darauffolgenden Jahr eingereichten Klage argumentierte er, die Partnerschaft schade dem Wettbewerb auf den Märkten für Smartphones und Chatbots, indem sie bei den KI-Anfragen von Apple-Nutzern ein „Monopol“ schaffe. Zudem behauptete er, Grok sei rechtswidrig daran gehindert worden, die Spitze der App-Store-Rangliste zu erreichen.

In einem am Montag eingereichten Gerichtsdokument zog Musk seine Ansprüche gegen Apple endgültig zurück. Die Bedingungen einer möglichen Einigung und der Grund für die Entscheidung wurden nicht bekannt gegeben; die gleichen Vorwürfe gegen OpenAI wurden hingegen aufrechterhalten. Musk behauptet, OpenAI monopolisiere mit der Vereinbarung, die nach Angaben von Apple nicht exklusiv ist, den Chatbot-Markt.

OpenAI bezeichnete die Klage als Schikaneversuch, weil der Konkurrent SpaceXAI zurückliege. Das Unternehmen erklärte, Musk habe im vergangenen Herbst für den vom Markt ausgeschlossenen Anteil eine Schätzung von 0 bis 55 Prozent vorgelegt und diese als „grobe Berechnung“ bezeichnet. Während das Unternehmen die Verstöße zurückwies, erklärte es im Mai, Apple habe die Integration nicht ausreichend beworben und die Funktionen so gestaltet, dass sie schwer zu finden seien. Ein Manager sagte, aus der Vereinbarung seien durch Abonnements jährlich Milliarden Dollar erwartet worden; als die Neuverhandlungen ins Stocken gerieten, sei ein rechtlicher Schritt erwogen worden.

Musk verlor in diesem Jahr seine Klage, in der er OpenAI vorwarf, seine Mission einer der Menschheit dienenden künstlichen Intelligenz aufgegeben zu haben, nachdem die Geschworenen einstimmig entschieden hatten, dass die Klage verspätet eingereicht worden sei. Apple und OpenAI argumentierten, Musk könne seine Ansprüche auf diesem Markt nicht weiterverfolgen, da er keine Smartphones herstelle. In diesem Sommer entschied das Gericht, dass Apple seine interne Korrespondenz über die Vereinbarung an Musks Unternehmen herausgeben müsse.

Warum das wichtig ist

Die dauerhafte Rücknahme der Ansprüche gegen Apple verengt den Fokus des Verfahrens von den Ranglisten im App Store und dem Smartphone-Markt auf die Stellung von OpenAI im Markt für Chatbots. Da jedoch weder die Gründe für die Rücknahme noch mögliche Vergleichsbedingungen offengelegt wurden, bleibt unklar, welche Rolle die Entscheidung zur Herausgabe der internen Korrespondenz über die Integration von Apple in diesem Verfahren spielte. Da die Vorwürfe gegen OpenAI weiterverfolgt werden, muss sich das Gericht weiterhin mit der Frage befassen, ob eine Vereinbarung, die auch Apple als nicht exklusiv bezeichnet, den Wettbewerb faktisch einschränkt. Musks weit gefasste Schätzung des vom Markt ausgeschlossenen Anteils sowie die gegensätzlichen Argumente der Parteien zu Verstößen, Bewerbung und Verfügbarkeit machen die Frage, mit welchen konkreten Daten der Monopolvorwurf untermauert werden soll, zum Kernpunkt des Verfahrens.

Hintergrund

Apple ist im Archiv von FikirPilot kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 95 Nachrichtenartikel veröffentlicht, in denen dieser Name vorkam; der neueste stammt vom 15. September 2026.

Quelle: Ars Technica