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Professor Murder Rides the Subway, ein vergessenes Beispiel für Dance-Punk-Exzellenz

Aktualisiert: 31.08.2026 · 2 Min. Lesezeit · 361 Wörter

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Professor Murder Rides the Subway, ein vergessenes Beispiel für Dance-Punk-Exzellenz
Tragbarer CD-Player auf einem U-Bahn-Sitz

Der Wochenendredakteur von The Verge, Terrence O’Brien, nimmt in seinem am 30. August 2026 veröffentlichten Artikel das 16-minütige Rides the Subway EP der New Yorker Dance-Punk-Band Professor Murder erneut unter die Lupe. O’Brien bezeichnet die Veröffentlichung, die er beim erneuten Übertragen seiner alten CDs entdeckt hat, als vergessenes Meisterwerk, das die Musikszene Brooklyns und New Yorks Mitte der 2000er-Jahre widerspiegelt.

Laut dem Autor waren LCD Soundsystem und The Rapture die bekanntesten Bands der damaligen Dance-Punk-Renaissance; auch Namen wie Rahim, Liars und Dan Deacon sowie weniger bekannte Gruppen aus dem Umfeld von DFA waren in den New Yorker Szenen aktiv. Die Musik von Professor Murder fängt mit billigen Synthesizer-Explosionen, herausgeschrienen Gesangsrefrains, stark synkopierter Perkussion und kräftigen Basslinien die Atmosphäre um 2006 ein.

Die Stücke auf dem EP basieren, abgesehen von dem kurzen A-cappella-Abschnitt „Pedigree“, auf einem komplexer gestalteten einfachen Disco-Rhythmus. Cowbell und gestimmte Percussion werden in die Struktur integriert, ohne den Groove zu stören, während das Schlagzeug häufig die Rolle des Hauptinstruments übernimmt. Zwar gibt es melodische Elemente wie den verschwommenen Bass in „Camron’s New Color (Part 3)“, doch sie bleiben im Mix im Hintergrund.

Das eröffnende „Champion“ und das abschließende „Free Stress Test“ gelten als Beispiele für den Dance-Punk der 2000er-Jahre. O’Brien argumentiert, dass „Free Stress Test“ die Band auf das Erfolgsniveau von The Rapture hätte bringen können. Das EP ist auf Bandcamp sowie Apple Music, YouTube Music, Spotify, Deezer und Qobuz veröffentlicht.

Warum das wichtig ist

Diese Einordnung zeigt, dass sich die New Yorker Dance-Punk-Szene der mittleren 2000er-Jahre nicht allein anhand der bekanntesten Gruppen jener Zeit erklären lässt. Damit wird Professor Murder zu einem Bezugspunkt für Hörer, die die Produktionen der Band, die am Rand dieser Szene geblieben sind, neu bewerten möchten. Trotz der kurzen Spielzeit der EP verweist ihre intensive, von Rhythmus, Percussion und Bass geprägte Struktur darauf, wie sich die cluborientierte Ästhetik jener Zeit auf unterschiedliche Weise gestalten ließ. Dass das Werk heute auf digitalen Plattformen verfügbar ist, bringt diejenigen, die ihre physischen Archive erneut durchforsten, mit jenen zusammen, die die Band zum ersten Mal entdecken. Diese Neubewertung lässt jedoch die Frage offen, warum die Band nicht dieselbe anhaltende Sichtbarkeit wie The Rapture und LCD Soundsystem erlangen konnte.

Quelle: The Verge · Zusammengestellt von Redakteur Altay Tuna Emir.