„The Age of Altair“ war der Katalog von MITS. Der Autor bezeichnet den per Post zugestellten Amazon-Weihnachtsspielzeugkatalog als moderne Version des Sears Christmas Wish Book aus dem vergangenen Jahrhundert, sagt jedoch, dass das Wunschbuch, das echte „Hacker“ seit über 50 Jahren hüten, der 1975 datierte Katalog „The Age of Altair“ von MITS sei. Das Exemplar war bereits gescannt worden. Er beschloss, den abgegriffenen Katalog zu scannen, doch als er feststellte, dass Bitsavers bereits ein besseres Exemplar gescannt hatte, übernahm er die Bilder von dort.
Genau darin liegt die Bedeutung des Altair. 1974 war die Idee eines Personalcomputers nahezu lächerlich, denn obwohl Radio Electronics im Juli 1974 die Pläne des Mark 8 veröffentlicht hatte, nutzte das Gerät den schwachen 8008-Prozessor, und die Bauteile waren nur schwer zu finden. Auch der Kenbak-1 war begrenzt. Zwar erreichten begrenzte Computer wie der Kenbak-1 einige Menschen, doch einen echten Computer zu kaufen, war nur sehr Reichen vorbehalten.
So wurde der Altair 8800 angekündigt. Die Ausgabe der Popular Electronics vom Januar 1975 erschien eigentlich bereits im Dezember 1974 und stellte den Altair 8800 vor, der als Bausatz oder fertig montiert erhältlich war. Die Maschine allein bestand lediglich aus Schaltern, LEDs und einem Prozessor; Speicher war teuer, und der Speicher, um BASIC auszuführen, sowie ein Terminal waren noch kostspieliger. In jener Zeit war Speicher teuer. In den Zeitschriften der damaligen Zeit gab es „Bingo-Karten“. Der Leser kreuzte die Nummer der Anzeige an, für die er sich interessierte, schickte sie an die Zeitschrift und erhielt einige Zeit später Informationen von dem Unternehmen. So war auch der Autor an den Katalog „The Age of Altair“ gelangt. Es heißt, die Maschine auf dem Titelblatt sehe anders aus als die in der Zeitschrift, und das Original sei nach dem Fototermin beim Rückversand verloren gegangen.
Der Altair ließ sich nachträglich erweitern. Obwohl der Katalog eine Zykluszeit von zwei Mikrosekunden (rund 500 kHz) angab, lief der Prozessor eigentlich mit 2 MHz; selbst ein einfaches NOP dauerte zwei Mikrosekunden. Der Weg dazu führte über den Karteneinschub, der später S-100-Bus genannt wurde. Wer das Geld hatte, wählte den teuren, kapazitätsschwachen, aber schnellen statischen Speicher (Flip-Flops), während die anderen den billigeren und kapazitätsstärkeren dynamischen Speicher (winzige Kondensatoren) vorziehen konnten.
Warum das wichtig ist
Die Bedeutung dieses Katalogs rührt nicht daher, dass er eine Produktliste ist, sondern daher, dass er den Moment dokumentiert, in dem der Personalcomputer geboren wurde. Während es 1974 nur den sehr Reichen vorbehalten war, einen echten Computer zu besitzen, wurde die Tatsache, dass der Altair 8800 als Bausatz oder fertig montiert gekauft werden konnte, zum Wendepunkt, der diese Schwelle für gewöhnliche Bastler öffnete. Es ist außerdem bedeutsam, dass der Katalog im Bitsavers-Archiv gescannt wurde; da das Original der auf dem Umschlag abgebildeten Maschine beim Transport verloren ging, gehören solche Scans zu den wichtigsten Quellen, die das visuelle Gedächtnis der Epoche bewahren. Demgegenüber geben die Notizen des Gremiums zwei Warnhinweise: Der Hackaday-Artikel bricht im Abschnitt über die Speicheroptionen abrupt ab, und die Geschichte vom verlorenen Prototyp widerspricht der überprüfbaren historischen Darstellung. Der Leser hat es also mit einer Quelle zu tun, deren nostalgischer Wert hoch, deren Integrität jedoch umstritten ist.