Zum Inhalt springen
Deutsch
FikirPilot-Inhalt

Sony nimmt Discs nicht so schnell aus dem Verkehr wie gedacht

Aktualisiert: 13.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · 381 Wörter

Veröffentlicht: · Meldung erreichte uns: · Verarbeitungszeit: 98 Std. 15 Min.

Sony nimmt Discs nicht so schnell aus dem Verkehr wie gedacht
Optische Discs am Produktionsband

Sony hält an seiner Entscheidung fest, die Nutzung von Discs bei Videospielen im Januar 2028 einzustellen. Allerdings soll die Produktion im letzten verbliebenen Disc-Produktionswerk 2028 nicht wie zuvor berichtet um 90 Prozent, sondern um 10 Prozent zurückgehen. Ein Sprecher von Sony DADC erklärte, die Aussage des Abteilungsleiters Dietmar habe sich auf einen Rückgang des gesamten Produktvolumens um 10 Prozent bezogen und bedeute nicht, dass die Produktion auf 10 Prozent reduziert werde. Die Erklärung erfolgte nach Berichten über eine Umstrukturierung des Werks in Thalgau.

Sony DADC beantwortete die Fragen von The Verge dazu nicht, ob die 300 Beschäftigten des Werks für die Produktion von Mikrolinsen anstelle von Discs umgeschult würden oder wie der Umstrukturierungsprozess ablaufe; auch Brian Crecente wurden keine weiteren Einzelheiten genannt. Das Thema war durch einen im Juli von ORF Austria veröffentlichten Bericht aufgekommen. Selbst wenn das Unternehmen nach Januar 2028 keine neuen Spiele mehr auf Discs produziert, wird es Publishern erlauben, bestehende PlayStation-Spiele auf Disc nachzubestellen.

In dem Bericht wurde außerdem festgestellt, dass große Publisher bei Microsofts Initiative zum Übergang von Disc- zu Digitalversionen fehlten. In Sonys jüngstem juristischen Schriftsatz wurde infrage gestellt, ob „vernünftige Verbraucher“ glauben könnten, dass sie das von ihnen gekaufte Spiel besitzen, und wie es bei einem Eigentumsrecht mehrere Kopien desselben Spiels geben könne.

Warum das wichtig ist

Die Information über einen Rückgang von 10% statt 90% zeigt, dass die Umstellung in Thalgau nicht als nahezu vollständige Einstellung der Produktion interpretiert werden sollte. Diese Unterscheidung ist für Publisher, Einzelhändler und Spieler wichtig, die beobachten, wie und in welchem Umfang die Versorgung mit physischen Spielen eingeschränkt wird; dass Nachbestellungen bestehender Spiele weiterhin möglich sind, deutet zudem darauf hin, dass der Übergang nicht bei allen Produkten gleichzeitig stattfinden wird. Unklar ist dagegen, ob die 300 Beschäftigten des Standorts in neue Produktionsbereiche versetzt werden und welchen Umfang die Umstrukturierung hat. Die Entwicklung macht auch das Spannungsfeld zwischen der zunehmenden Verbreitung des digitalen Vertriebs und der Vorstellung, ein Spiel zu besitzen, deutlich; dass große Publisher bei Microsofts Initiative zum Übergang von Disc- zu Digitalversionen nicht beteiligt sind, zeigt, dass diese Debatte noch nicht zu einem gemeinsamen Branchenansatz geführt hat.

Hintergrund

Sony ist im FikirPilot-Archiv kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 6 Nachrichten veröffentlicht, in denen dieser Name vorkam; die jüngste stammt vom 10. September 2026.

Quelle: The Verge