[soiboi soft] hat ein Punktmatrix-Display entwickelt, das mit den Schatten arbeitet, die durch die per Vakuum erzeugten Hohlräume hinter einer flexiblen Silikonfolie entstehen. Beim ersten Versuch wurden für das Display mit 16 Pixeln acht Steuerkanäle verwendet, die aus jeweils vier Kanälen für Zeilen und Spalten bestanden. Dank pneumatischer Transistoren behielten die Pixel ihren Zustand auch dann bei, wenn sie von Hand eingedrückt wurden; mit geeigneten Schaltungen lässt sich das Display in eine berührungsempfindliche Oberfläche verwandeln.
Bei der Skalierung auf 64 Pixel führten sich verbiegende 3D-Druckteile zu Problemen bei der Abdichtung. Die Teile wurden korrigiert, indem sie in einem Vakuumbeutel auf eine ebene Glasfläche gedrückt und bei 60 Grad Celsius mehrere Stunden lang wärmebehandelt wurden. In seiner endgültigen Form konnte das Display Buchstaben, Zahlen und Animationen anzeigen; auch die Spiele Pong und Snake wurden darauf ausgeführt.
Warum das wichtig ist
Diese Arbeit zeigt einen anderen Ansatz für die Anwendung von Displays, indem sie das Displaykonzept nicht über elektronische Bauteile, sondern über flexibles Material, Vakuum und pneumatische Logik umsetzt. Dass die Pixel ihren Zustand nach dem Ausüben von Druck beibehalten, ermöglicht es, Bilder nicht nur visuell, sondern auch durch physische Interaktion zu erzeugen; die Möglichkeit, das Display in eine berührungsempfindliche Oberfläche zu verwandeln, erweitert die Einsatzmöglichkeiten dieses Ansatzes. Die beim Übergang auf 64 Pixel festgestellten Probleme bei der Abdichtung zeigen jedoch, dass beim Vergrößern des Systems neben dem Design auch die Fertigungspräzision entscheidend ist. Die Fähigkeit, Buchstaben, Zahlen und Spiele anzuzeigen, belegt, dass grundlegende Funktionen möglich sind; ob sich bei einer höheren Auflösung dieselbe Zuverlässigkeit und einfache Fertigung beibehalten lassen, bleibt eine offene Frage.