[Plasma Channel] hat seinen Prototypen, der die Feuchtigkeit aus der Luft mithilfe elektrostatischer Abscheidung sammelt, unter Feldbedingungen in der Namib-Wüste getestet. Bei den gemeinsam mit der University of Namibia durchgeführten Versuchen schränkte das seltener als erwartet auftretende Nebelaufkommen die Arbeiten ein. Es wurde festgestellt, dass durch die Gischt des Ozeans transportiertes Salz insbesondere bei Hochspannungselektronik Korrosion verursacht. Obwohl das System unter geeigneten Bedingungen Wasser sammeln konnte, muss es vor dem nächsten Test in der Atacama-Wüste neu konzipiert werden.
Warum das wichtig ist
Der Versuch zeigt, dass die Idee, Wasser aus der Luft zu sammeln, nicht nur von der Fähigkeit zur Feuchtigkeitskondensation abhängt, sondern auch von den Eigenschaften der Umgebung, in der das Gerät betrieben wird. Das geringe Nebelaufkommen deutet darauf hin, dass die Effizienz der Methode durch meteorologische Bedingungen begrenzt werden kann, während die Auswirkungen des aus dem Meer stammenden Salzes auf die elektronischen Komponenten das Problem der Widerstandsfähigkeit in den Vordergrund rücken. Daher ist die Entwicklung sowohl für diejenigen von Bedeutung, die ähnliche Systeme in Regionen mit Wasserknappheit bewerten, als auch für diejenigen, die Hochspannungsgeräte entwickeln. Die zentrale offene Frage im Neugestaltungsprozess lautet, ob das System unter Bedingungen, in denen geringe Nebeldichte und salzbedingte Korrosion gemeinsam auftreten, zuverlässig funktionieren kann; der Test in der Atacama-Wüste wird bewerten, in welchem Umfang diese beiden Einschränkungen behoben wurden.