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Neue Sorge für Washington: Kaide-Husi-Allianz

Aktualisiert: 01.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · 323 Wörter

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Neue Sorge für Washington: Kaide-Husi-Allianz
Der Golf von Aden und Frachtschiffe

Die zunehmende Zusammenarbeit zwischen den Huthi, die weite Teile des Jemen kontrollieren, und der mit Al-Qaida verbundenen somalischen Al-Shabaab hat die Sorgen um die Sicherheit des Handels im Golf von Aden verstärkt. Laut dem Wall Street Journal wurde der somalische Waffenhändler Cibril Yahya Ali, der seit mindestens 2023 den Waffenhandel und die Ausbildungsaktivitäten zwischen den beiden Organisationen vermittelt hatte, am 12. Februar bei einem US-Raketenangriff in der Nähe der jemenitischen Stadt Al-Ghayda getötet. Seine frisch angetraute Ehefrau wurde verletzt. Der ehemalige UN-Beamte Matt Bryden sagte, Al-Shabaab habe einen Vertreter für den Jemen an seine Stelle ernannt und die Milizionäre hätten in Saada drei Monate lang die Montage und den Einsatz von Drohnen trainiert. Ein US-Geheimdienstmitarbeiter erklärte, auch Huthi-Ausbilder seien nach Somalia gereist und hätten Al-Shabaab im Umgang mit Drohnen geschult. Während es heißt, die Zusammenarbeit umfasse Waffenlieferungen, den Bau von Bomben und Ausbildung, erklärte der AFRICOM-Kommandeur Dagvin Anderson, dies bedrohe die Ölroute. Vor dem Iran-Krieg verliefen knapp 12 % des weltweiten Ölhandels auf dem Seeweg durch den Golf von Aden. Berichten zufolge suchen die Huthi auch hinsichtlich Somaliland die Zusammenarbeit mit Al-Shabaab.

Warum das wichtig ist

Diese Entwicklung zeigt, dass die Konfliktfelder zwischen Jemen und Somalia nicht mehr ausschließlich lokale Sicherheitsprobleme sind, sondern inzwischen direkt mit der Seeschifffahrt im Golf von Aden verbunden sind. Der Waffentransport, der Bombenbau und die gegenseitige Ausbildung im Umgang mit Drohnen deuten darauf hin, dass die beiden Organisationen von den jeweiligen Fähigkeiten der anderen profitieren können. Dies zeigt, dass die Bedrohung für die Akteure, die die Öl- und Handelsrouten in der Region nutzen, nicht auf eine einzelne Küste oder ein einzelnes Land begrenzt ist. Dass Al-Shabaab trotz der Tötung von Cibril Yahya Ali einen Vertreter im Jemen ernannt hat, wirft die Frage auf, ob das Netzwerk eine nachhaltige Struktur aufbauen konnte, die nicht von einzelnen Personen abhängt. Die möglichen Kontakte im Zusammenhang mit Somaliland lassen hingegen offen, ob die Zusammenarbeit über die maritime Sicherheit hinaus ausgeweitet werden könnte.

Quelle: Independent Türkçe