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Die Hintergründe von Metas Vorstoß, Roboter in Rechenzentren einzusetzen

Aktualisiert: 30.08.2026 · 4 Min. Lesezeit · 631 Wörter

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Die Hintergründe von Metas Vorstoß, Roboter in Rechenzentren einzusetzen
Roboterarm in einem Rechenzentrum

Meta testet die Hardware verschiedener Unternehmen, um einige der Aufgaben, die Techniker in Rechenzentren erledigen, an Roboter zu übertragen. Nach Angaben von Mitarbeitern nutzt das Unternehmen Produkte von Watney Robotics, Kinova und ABB. Zu den Versuchen gehören das Unterbrechen und Wiederherstellen der Stromversorgung von Servern mit einem Roboterarm des Typs Kinova Gen3 sowie der Austausch von Netzwerkkabeln. Ein Meta-Mitarbeiter sagt, dass der Roboter im Erfolgsfall bis zu 80 % der Arbeitslast einiger Personen übernehmen könnte. In einigen Anlagen werden dagegen einfache Roboter eingesetzt, die von einem Menschen aus der Ferne gesteuert werden und Geräte durch das Drücken des Einschaltknopfs neu starten.

Meta erklärt, dass das Unternehmen stark in die Ausbildung und Einstellung von Personal für seine Rechenzentren investiert, und argumentiert, dass nicht weniger, sondern mehr Mitarbeiter benötigt würden. Eric Xu aus der Robotiksparte des Unternehmens sagte jedoch, die langfristigen Ziele bestünden darin, Roboter in Rechenzentren einzusetzen, um auf Vorfälle schneller zu reagieren, die Umgebung zu überwachen und vorbeugende Wartung durchzuführen. Günstigere Hardware und fortschrittliche Modelle der künstlichen Intelligenz ebnen Start-ups den Weg, die Roboter für Aufgaben wie die Montage von Servern sowie den Austausch von Teilen und Kabeln entwickeln. Befürworter erklären, dass Roboter wiederholende und gefährliche Aufgaben übernehmen und den Mitarbeitern dadurch komplexere Tätigkeiten ermöglichen könnten; künftig könnten sie außerdem den Betrieb von Rechenzentren unter Wasser oder in für Menschen ungeeigneten Umgebungen wie dem Weltraum erleichtern.

Die zunehmende Verbreitung von Robotern spielt in der Agenda von Aktivisten, die sich gegen die Unterstützung von Rechenzentren durch Beschäftigungs- und Steuervorteile aussprechen, bislang noch keine wichtige Rolle. Beschäftigte auf Metas Altoona-Campus in Iowa befürchten, aufgrund von Robotern innerhalb weniger Jahre ihre Arbeitsplätze zu verlieren. Einige Beschäftigte sorgen sich zudem, dass KI-gestützte Systeme die Verlagerung hin zu geringer qualifizierten und schlechter bezahlten Arbeitskräften verstärken werden. Meta hat unterdessen ein kostenloses Programm gestartet, um jedes Jahr Tausende Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund in den Bereichen Elektrik, Mechanik und Sanitärtechnik auszubilden; in Louisiana, Ohio, Indiana und Texas bietet das Unternehmen denjenigen, die die Ausbildung abschließen, eine Jobgarantie.

Meta hatte 2023 einen fahrerlosen Roboter vorgestellt, der schwere Server-Racks transportiert, sowie ein mit einem Barcode-Lesegerät ausgestattetes Fahrzeug zur Bestandsverfolgung. Diese Roboter sind in einigen Rechenzentren in Iowa und Virginia im Einsatz. Der Inventurroboter kann jedoch farbige Lichter nicht unterscheiden, hat Schwierigkeiten mit Kabeln und an Ecken, bleibt langsam und wird von Menschen zwischen den Gebäuden transportiert. In Altoona werden Watneys zweiarmige Roboter für Kabelarbeiten getestet, während die Roboter von ABB auf dem Prometheus-Campus in New Albany, Ohio, für das Einsetzen von Teilen erprobt werden. Allerdings ist noch nicht bewiesen, dass der Mensch vollständig verdrängt werden kann, da die Roboter langsam sind, aufgeladen werden müssen und sich nicht für komplexe Verkabelungsarbeiten eignen. Auch Microsoft, Google und Amazon haben Investitionen oder Pläne für den Einsatz von Robotern in Rechenzentren angekündigt.

Warum das wichtig ist

Diese Versuche werfen die Frage auf, wie technische Arbeiten im Betrieb von Rechenzentren aufgeteilt werden und welche Fähigkeiten in diesen Bereichen an Wert gewinnen werden. Wenn Roboter für wiederkehrende oder riskante Aufgaben eingesetzt werden, könnte sich die Rolle der Beschäftigten – auch wenn sie nicht vollständig entfällt – auf Wartung, Überwachung und komplexere Eingriffe verlagern; daher gewinnen der Umfang von Schulungsprogrammen und die Einstellungspolitik an Bedeutung. Die Auswirkungen dieser Entwicklung beschränken sich nicht nur auf die Beschäftigten von Meta; sie könnten auch die Beschäftigungserwartungen bei anderen Technologieunternehmen, die ähnliche Investitionen tätigen, sowie die Beziehungen von Rechenzentren zu den lokalen Volkswirtschaften beeinflussen. Die Probleme der bestehenden Systeme – ihre Langsamkeit, das Aufladen und die komplexe Verkabelung – lassen jedoch offen, in welchem Umfang menschliche Arbeitskraft ersetzt werden kann und ob die Automatisierung den Beschäftigten tatsächlich anspruchsvollere Aufgaben bieten wird.

Hintergrund

Meta ist im FikirPilot-Archiv kein neuer Name: In den letzten 90 Tagen haben wir 3 Nachrichten veröffentlicht, in denen dieser Name vorkommt; die jüngste ist vom 28. August 2026.

Quelle: Ars Technica