Inspiriert von digitalen Kassettenadaptern aus der Übergangszeit von Kassetten zu MP3 entwickelte Jonathan Rowny ein eigenes Design, das den magnetischen Lesekopf eines Kassettenrekorders mit einem Audiosignal versorgt. Die Übertragung des Audiosignals war zwar vergleichsweise einfach, doch für das automatische Stoppen und die Richtungsumkehr waren Zahnräder erforderlich, die die Bewegung der Spulen erfassten und die Bewegung der Aufwickelspule auf die andere Spule übertrugen. Beim Design kommen ein ESP32-S3, ein microSD-Kartenleser für die Musik sowie ein PCM5102-I2S-Audiocodec zur Erzeugung des analogen Audiosignals zum Einsatz. Die mit einem SLA-Drucker gefertigten Zahnräder funktionieren. Die Bewegung des das Band transportierenden Capstans wurde jedoch nicht gemessen; es wird erwartet, dass dieser Mangel in einer künftigen Version behoben wird.
Warum das wichtig ist
Das Projekt verbindet digitale Musik mit der bestehenden Mechanik eines Kassettenrekorders und zeigt, dass alte Hardware nicht nur als schnittstelle zur Tonübertragung, sondern auch als System betrachtet werden kann, dessen Bewegungen überwacht werden. Dieser Ansatz ist sowohl für Menschen interessant, die ihre Kassettenrekorder weiterhin nutzen, als auch für Designinteressierte, die digitale Wiedergabe und das physische Kassettenerlebnis miteinander verbinden. Dass die Zahnräder die Bewegung zwischen den Spulen übertragen können, zeigt, dass sich die Funktionen zum automatischen Stoppen und zum Richtungswechsel nicht ausschließlich mit elektronischen Komponenten lösen lassen. Gleichzeitig lässt die fehlende Messung der Capstan-Bewegung die Frage offen, wie genau das System den Bandtransport des Kassettenrekorders verfolgen kann. Ob dieser Mangel in der nächsten Version behoben wird, wird die mechanische Kompatibilität des Projekts bestimmen.