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Der Prozess gegen „Ayhan Bora Kaplan“ wird erneut verhandelt … Kaplan: Alle, die den Präsidenten und seinen Minister nicht mögen, gingen gegen uns vor

Aktualisiert: 04.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · 358 Wörter

Veröffentlicht: · Meldung erreichte uns: · Verarbeitungszeit: 8 Std. 41 Min.

Der Prozess gegen „Ayhan Bora Kaplan“ wird erneut verhandelt … Kaplan: Alle, die den Präsidenten und seinen Minister nicht mögen, gingen gegen uns vor
Ein leerer Gerichtssaal

Im Verfahren gegen die kriminelle Organisation von Ayhan Bora Kaplan wurde der Fall nach der Aufhebung einiger Urteile durch das Berufungsgericht erneut verhandelt. Nach der Zusammenlegung der Verfahren gegen die Polizisten, gegen Kaplans Anwälte und gegen den geheimen Zeugen Serdar Sertçelik mit dem Codenamen „M7“ wurde der Prozess mit insgesamt 76 Angeklagten vor dem 32. Hohen Strafgericht in Ankara fortgesetzt. An der Verhandlung nahmen die inhaftierten Angeklagten Ayhan Bora Kaplan und Serdar Sertçelik teil.

Sertçelik erklärte, er sei von einigen Politikern und Angehörigen der Sicherheitsbehörden verfolgt worden, seine Ausreise ins Ausland stehe mit diesem Prozess in Verbindung und er sei über seine Familie bedroht worden. Sertçelik gab an, zwischen Mai 2025 und Januar 2026 in Ungarn inhaftiert gewesen zu sein. Er behauptete, gegen ihn seien gefälschte E-Mails verfasst und fingierte Anzeigen erstattet worden, und erklärte, das angeblich ihm gehörende Telefon sei gefälscht. Sertçelik behauptete, Staatsanwalt Mustafa Kaya habe ihm vorgeschlagen, das Telefon zu akzeptieren, und sagte, dies sei eine Intrige gewesen.

Kaplan hingegen erklärte, er sei nicht geflohen, sondern festgenommen worden, obwohl kein Festnahmebeschluss gegen ihn vorgelegen habe. Er behauptete, bei der Polizei sei Druck auf ihn ausgeübt worden, eine 7-8 Seiten lange Aussage zu unterschreiben, er sei bedroht worden und die Ermittlungen seien über die Medien gesteuert worden.

Warum wichtig

Die erneute Verhandlung der Akte nach dem Berufungsverfahren zeigt, dass die rechtliche Bewertung der früheren Urteile fortgesetzt wird und sich der Umfang des Verfahrens erweitert hat. Die Zusammenlegung der Akten zu den Polizisten, den Anwälten und dem geheimen Zeugen erfordert, dass das Gericht nicht nur die Vorwürfe der Bildung einer kriminellen Organisation, sondern auch die Vorgänge im Verlauf der Ermittlungen gemeinsam behandelt. Die in der Verhandlung erhobenen Vorwürfe der Überwachung, der Bedrohung, der Verbringung ins Ausland, der fingierten Anzeige und des Drucks rücken die Fragen in den Vordergrund, wie die Zeugenaussagen erlangt wurden und wie zuverlässig die Beweismittel sind. Kaplans Verteidigung zum Ablauf seiner Festnahme und der Vernehmung zeigt ebenfalls, dass die Art und Weise der Ermittlungsführung zu den rechtlichen Streitpunkten des Verfahrens gehört. Wie das Gericht diese Vorwürfe und die Verbindungen zwischen den Akten bewerten wird, wird den weiteren Verlauf des Verfahrens gegen 76 Angeklagte bestimmen.

Quelle: Independent Türkçe