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Alzheimer-Medikament wird an Personen ohne Symptome getestet

Aktualisiert: 06.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · 308 Wörter

Veröffentlicht: · Meldung erreichte uns: · Verarbeitungszeit: 7 Min.

Alzheimer-Medikament wird an Personen ohne Symptome getestet
Modernes medizinisches Forschungslabor

Der National Health Service des Vereinigten Königreichs (NHS) wird im in Europa beispiellosen PrevenTron-Versuch untersuchen, ob sich die Krankheit verzögern oder verhindern lässt, indem Menschen mit hohem Alzheimer-Risiko, aber ohne Symptome, Trontinemab verabreicht wird. An der Studie, bei der der Surrey and Borders Partnership NHS Foundation Trust die erste teilnehmende Einrichtung in Europa sein wird, werden 1600 gesunde Erwachsene im Alter von 55 bis 80 Jahren teilnehmen. Die Freiwilligen in England werden auf Anzeichen von Gedächtnisverlust und den Biomarker p-tau217 getestet, der Alzheimer vorhersagen kann. Das vom Schweizer Unternehmen Roche entwickelte Medikament wird intravenös verabreicht und richtet sich gegen Amyloidplaques im Gehirn. Frühere Ergebnisse zeigten, dass Trontinemab Amyloid beseitigen kann. Der leitende Forscher Professor Ramin Nilforooshan erklärte, das Medikament sei experimentell und seine Wirkung noch nicht bekannt. Alzheimer ist im BK die häufigste Ursache für Demenz; laut NHS betrifft die Krankheit eines von 14 Menschen über 65 Jahren und eines von sechs Menschen über 80 Jahren. Schätzungen zufolge leben im BK etwa 982 Tausend Menschen mit Demenz.

Warum das wichtig ist

Die Studie wird einen anderen Ansatz in der Alzheimer-Forschung erproben: Statt erst nach dem Auftreten von Symptomen einzugreifen, werden Menschen in den Mittelpunkt gestellt, die anhand von Biomarkern als gefährdet eingestuft werden, aber gesund erscheinen. Damit könnten die Ergebnisse Daten dazu liefern, wie Marker wie p-tau217 in klinischen Studien und bei der Identifizierung von Menschen mit hohem Risiko eingesetzt werden können. Der Umfang des Versuchs betrifft angesichts der Verbreitung von Alzheimer in der Bevölkerung nicht nur die Patienten, sondern auch ihre Familien und die Gesundheitsversorgung; ob das Medikament die Krankheit tatsächlich verzögern oder verhindern kann, ist jedoch noch nicht bekannt. Zu den offenen Fragen der Untersuchung gehört außerdem, ob die Beseitigung der Amyloidplaques ausreicht, um den kognitiven Abbau vor dem Auftreten von Symptomen zu verändern, und welche Wirkung die intravenös verabreichte experimentelle Behandlung in dieser Gruppe hat.

Quelle: Independent Türkçe