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Sehenswerte Orte: Landschaftspark Duisburg-Nord

Aktualisiert: 28.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · 351 Wörter

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Sehenswerte Orte: Landschaftspark Duisburg-Nord
Von Grün umgebenes ehemaliges Industrieareal

Landschaftspark Duisburg-Nord in der deutschen Stadt Duisburg ist ein außergewöhnliches Ausflugsziel, das durch die Umwandlung eines ehemaligen Industriekomplexes in eine Parkanlage entstand. Der Komplex, der zu den Relikten der Schwerindustrie gehört, die sich im Ruhrgebiet aufgrund der Kohle- und Eisenerzvorkommen entwickelte, wurde bis 1985 als Thyssen-Eisenwerk genutzt. Während der Sanierung wurden die Hauptbauwerke erhalten und das umliegende kontaminierte Industriegelände neu gestaltet.

Im Park befinden sich drei Hochöfen sowie die dazugehörigen Anlagen zur Erz- und Gasverarbeitung. Der größte und neueste, Hochofen 5, kann kostenlos besichtigt werden; außerdem ist der Aufstieg bis in den oberen Bereich des Bauwerks möglich. Der Hochofen, der sich in gutem Zustand befindet, weil er kurz nach seiner Renovierung stillgelegt wurde, ist über zahlreiche Stege zugänglich, abgesehen von einigen aus Sicherheitsgründen gesperrten Abschnitten. Der höchste zugängliche Punkt ist eine Plattform über der Beschickungsrinne, 70 Meter über dem Boden.

Im Hochofen wird der Sauerstoff im Eisenerz mithilfe von Kohlenmonoxid entfernt. Eisenerz und Kohlenstoff werden von oben in den Hochofen eingebracht, Luft wird von unten zugeführt. Die Luftmenge wird so eingestellt, dass der Kohlenstoff Kohlenmonoxid erzeugt, anstatt vollständig zu verbrennen. Während das heiße Gas nach oben steigt, läuft die chemische Reaktion ab; geschmolzenes Eisen und die vom Erz abgetrennte Schlacke sammeln sich am Boden. Auch Mineralien wie Kalkstein werden als Flussmittel hinzugefügt. Da es sich bei dem Komplex um ein Industrierelikt handelt, gibt es keinen Aufzug.

Warum der Ort wichtig ist

Der Landschaftspark Duisburg-Nord zeigt, dass Bauwerke, die mit dem Ende der Schwerindustrie ihre Funktion verloren haben, nicht vollständig beseitigt, sondern in einen öffentlichen Raum umgewandelt werden können. Der Erhalt der Hauptanlagen und die Neugestaltung des kontaminierten Geländes machen deutlich, dass das industrielle Erbe nicht nur als ausgestellte Vergangenheit, sondern als begehbarer Ort verstanden wird. Dieser Ansatz ist nicht nur für Menschen von Bedeutung, die sich für die Industriegeschichte interessieren, sondern auch für Besucher, die die chemischen und physikalischen Prozesse der Eisenproduktion vor Ort verstehen möchten. Zugleich schränken die ursprünglichen Merkmale des industriellen Bauwerks den Zugang ein; das Fehlen eines Aufzugs und die aus Sicherheitsgründen gesperrten Bereiche zeigen, dass das Gleichgewicht zwischen Erhalt und allgemeiner Zugänglichkeit weiterhin eine offene Frage ist.

Quelle: Hackaday