NASA arbeitet daran, mögliche Datenunterbrechungen bei Satellitenmissionen zur Beobachtung der Erde frühzeitig vorherzusehen. Lindsey Jacobson, eine Pathways-Praktikantin im Ingenieurwesen im NESSIE-Team am NASA Langley Research Center, entwickelt Werkzeuge zur Analyse der Lebensdauer von Satellitenmissionen, möglicher Ereignisse im Orbit und von Kalenderunsicherheiten.
Seit 2022 kehrt Jacobson jeden Sommer zu NASA Langley zurück und setzt ihre Arbeit parallel zu ihrer Doktorarbeit im Maschinenbau an der North Carolina State University fort. Die von ihr entwickelten Analysewerkzeuge sollen mögliche Veränderungen im Portfolio der Erdbeobachtungssatelliten frühzeitig bewerten und alternative Strategien zur Aufrechterhaltung der Datenkontinuität vorbereiten.
Warum das wichtig ist
Die Arbeit zeigt, dass die Erdbeobachtung nicht nur von der Leistung einzelner Satelliten abhängt, sondern auch davon, dass die Lebensdauern und Zeitpläne verschiedener Missionen gemeinsam verwaltet werden. Da Ereignisse im Orbit oder Unsicherheiten bei Missionszeitplänen zu Lücken in der Datenkontinuität führen können, wenn sie nicht auf Portfolioebene berücksichtigt werden, schaffen die entwickelten Werkzeuge eine Grundlage für die frühzeitige Bewertung alternativer Strategien. Dieser Ansatz unterstützt das NESSIE-Team dabei, mögliche Veränderungen anhand verschiedener Szenarien zu untersuchen, statt sie erst nach dem Auftreten eines Problems zu bewältigen. Die parallele Durchführung der Arbeit mit der Doktorarbeit stellt eine direkte Verbindung zwischen akademischer Forschung und der Missionsplanung bei NASA her. Es wird jedoch nicht erläutert, bei welchen Missionen die Werkzeuge eingesetzt werden sollen, wie die Ergebnisse in Entscheidungsprozesse einfließen werden und in welchem Umfang sie das Risiko von Unterbrechungen verringern können.