[NightHawkInLight] versuchte, den Innenraum seiner Hütte in Michigan zu kühlen, indem er auf dem Blechdach eine gebrauchsfertige Beschichtung auf Silikonbasis auftrug. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit musste statt einer Klimaanlage einmal pro Woche ein Luftentfeuchter betrieben werden; dies war gemessen am kWh-Verbrauch kostengünstiger.
Bei einem anschließenden Test brachten eine DIY-Kühlfarbe für Temperaturen unterhalb der Umgebungstemperatur und ein kommerzielles Produkt eine Platte annähernd auf Umgebungstemperatur. Eine stärkere Kühlung könnte jedoch die Feuchtigkeits- und Kondensationsprobleme verschärfen.
Warum das wichtig ist
Der Versuch zeigt, dass die Kühlung der Dachoberfläche nicht allein anhand der Oberflächentemperatur bewertet werden kann: Für den Komfort im Innenraum muss auch das Feuchtigkeitsmanagement berücksichtigt werden. Wer ähnliche Beschichtungen in Betracht zieht, sollte daher den möglichen Vorteil beim Energieverbrauch gemeinsam mit den Betriebsbedingungen bewerten, die sich aus der erforderlichen Entfeuchtung ergeben. Insbesondere in feuchten Umgebungen kann bei Produkten mit stärkerer Kühlwirkung das Kondensationsrisiko steigen. Das macht deutlich, dass dieser Ansatz keine eigenständige Lösung ist, die bei jedem Gebäude zum gleichen Ergebnis führt. Die vorliegenden Versuche sind jedoch auf eine bestimmte Hütte und Plattentests beschränkt; ob sich bei anderen Gebäuden und Feuchtigkeitswerten das gleiche Ergebnis erzielen lässt, bleibt offen.