Bei der PGA-Gehäusetechnik werden die Prozessor-Pins nicht auf das Mainboard, sondern an Kupfer-Pads auf dem Prozessor gelötet. Diese Bauweise erleichtert zwar in manchen Fällen die Reparatur beschädigter Pins, doch wenn ein Pad vollständig verschwunden ist, wird die Reparatur schwieriger.
Bits und Bolts stellte ein wichtiges, zerstörtes Daten-Pad eines 1.2 GHz Tualatin PIII-Prozessors mithilfe von Lötstoppmaske und Lötzinn wieder her. Nach der Reparatur lief der Prozessor mit einer Übertaktung auf 1.6 GHz und übertraf Pentium 4- und AMD Athlon-Prozessoren seiner Zeit mit ähnlicher oder höherer Frequenz.
Warum das wichtig ist
Dieses Beispiel zeigt, dass sich physische Schäden an Prozessoren mit PGA-Gehäuse nicht immer nur durch den direkten Austausch eines Bauteils beheben lassen, sondern auch die Wiederherstellung der Kontaktfläche ein möglicher Reparaturweg sein kann. Dies macht insbesondere bei Designs, die statt Sockeln auf dem Mainboard Kupfer-Pads auf dem Prozessor verwenden, den Unterschied zwischen der Art des Schadens und der möglichen Reparatur deutlich. Allerdings wird das Verfahren komplizierter, wenn das Pad vollständig verschwunden ist; daher lassen sich nicht alle Schäden im gleichen Umfang reparieren. Das Testergebnis zeigt außerdem, dass sich die physische Reparatur nicht darauf beschränkte, den Prozessor wieder zum Laufen zu bringen, sondern auch eine Leistung ermöglichte, die nach der Übertaktung mit Prozessoren seiner Zeit mit ähnlicher oder höherer Frequenz verglichen werden konnte.