Bei einer 32 GB großen SD-Karte wurde ein Kurzschluss zwischen der Stromleitung und Masse festgestellt. Aufgrund der monolithischen Bauweise der Karte wurde die Fehlerstelle mithilfe von X-ray und einer Wärmebildkamera lokalisiert. Nachdem zwei kleine Kondensatoren am Rand des Gehäuses entfernt worden waren, verschwand der Kurzschluss und die Karte funktionierte wieder. Der Vorfall zeigte, dass der Fehler statt vom Speicher und dem Controller auch von passiven Bauteilen verursacht worden sein konnte.
Warum das wichtig ist
Dieser Fall zeigt, dass sich die Fehlersuche bei monolithischen SD-Karten nicht ausschließlich auf den Speicherchip und den Controller konzentrieren kann. Während die von außen nicht zugängliche Bauweise der Karte den direkten Austausch des fehlerhaften Bereichs erschwert, rücken Methoden wie X-ray und die Wärmebildkamera in den Mittelpunkt des Diagnoseprozesses. Die Möglichkeit, dass das Problem von passiven Bauteilen verursacht wird, deutet darauf hin, dass in ähnlichen Fällen nicht vorschnell davon ausgegangen werden sollte, dass die Karte vollständig unbrauchbar ist. Allerdings bleibt die Frage offen, dass die Beseitigung des Kurzschlusses die Karte zwar wieder funktionsfähig macht, aber nicht immer Aufschluss über den Zustand der darauf gespeicherten Daten gibt. Die betreffende Reparatur zeigt, dass selbst kleine Bauteile für die Funktion von Speicherhardware entscheidend sein können.