Die Haftdauer der 9 Verdächtigen, darunter der Kapitän, der stellvertretende Kapitän, Besatzungsmitglieder und ein Mitarbeiter des Unternehmens, die im Zusammenhang mit dem vor der Küste von Girne in der KKTC gesunkenen Passagierschiff festgenommen wurden, wurde um 7 Tage verlängert. Im Rahmen der Ermittlungen wurden die Aussagen von 295 Personen aufgenommen. Zudem wird ein von einem der vermissten Passagiere gesendetes Video, das zeigt, dass das Schiffslager gebrochen war, als Beweismittel bewertet. Außerdem wurden gegen 5 Personen Haftbefehle erlassen.
Warum wichtig
Der Umfang der Ermittlungen zeigt, dass nicht nur die auf dem Schiff eingesetzten Personen, sondern auch die Verbindung zum Unternehmen sowie die Angaben der Passagiere berücksichtigt werden. Die Aufnahme zahlreicher Aussagen ermöglicht es, Antworten auf die Fragen zu suchen, wie sich der Vorfall entwickelt hat und an welchen Stellen der Verantwortungskette möglicherweise Versäumnisse vorliegen. Das Video zum Schiffslager tritt als eines der materiellen Beweismittel in der Akte hervor, da es für die Untersuchung der Rolle des technischen Zustands beim Unfall von Bedeutung ist. Die bisherigen Maßnahmen legen jedoch noch nicht endgültig fest, gegen wen und aus welchen Gründen die Verantwortung gerichtet werden soll; der Umfang der Haftbefehle und die Ergebnisse der technischen Untersuchungen werden die weitere Ausrichtung der Ermittlungen bestimmen.
Hintergrund
Girne ist im FikirPilot-Archiv kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 4 Nachrichten veröffentlicht, in denen dieser Name vorkommt; die jüngste stammt vom 5. September 2026.