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T-Zellen zur gezielten Bekämpfung von Krebs stärken

Aktualisiert: 26.08.2026 · 2 Min. Lesezeit · 255 Wörter

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T-Zellen zur gezielten Bekämpfung von Krebs stärken
Mikroplatte und Pipette im Labor

Forscher von MIT, Harvard und der University of Houston haben ein neues Adjuvans entwickelt, das die T-Zell-Antwort von mRNA-Impfstoffen gegen Tumoren verstärkt. Das von Daniel Anderson geleitete Team berichtete, dass mRNA-Moleküle, die zwei Gene tragen, Immunzellen aktiver machen.

In Modellen für Blasenkrebs, Kolonkarzinom, Melanom und metastasierten Lungenkrebs verlangsamten die verwendeten Lipidnanopartikel das Wachstum einiger Tumoren und beseitigten viele Tumoren. Der Effekt war auch dann zu beobachten, wenn kein Impfstoff gegen ein bestimmtes Krebsantigen verabreicht wurde; bei einer gemeinsamen Anwendung mit dem Impfstoff fiel die Antwort stärker aus. Das Adjuvans verstärkte außerdem die Reaktion auf von der FDA zugelassene Checkpoint-Inhibitoren.

Bei einer gemeinsamen Anwendung mit Covid- oder Grippeimpfstoffen war die T-Zell-Antwort bei Mäusen hingegen 10- bis 15-mal stärker als üblich. Die Forscher planen, die Methode in weiteren Tiermodellen zu testen, um sie für Krebs und Infektionskrankheiten weiterzuentwickeln.

Warum das wichtig ist

Die Ergebnisse zeigen, dass der Ansatz nicht nur Impfstoffdesigns abdecken könnte, die auf einem bestimmten Tumorantigen beruhen, sondern auch Behandlungsstrategien, die darauf abzielen, das Immunsystem allgemein zu aktivieren. Die stärkere Reaktion in Kombination mit Checkpoint-Inhibitoren rückt die Frage in den Vordergrund, wie die Forschung gemeinsam mit bestehenden Anwendungen der Immuntherapie eingesetzt werden könnte. Die mit Covid- und Grippeimpfstoffen erzielten Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass dieselbe Technologie auch bei Immunantworten außerhalb von Krebserkrankungen untersucht werden könnte; diese Ergebnisse sind jedoch auf Versuche an Mäusen beschränkt. Daher bleibt als offene Frage der Forschung, ob sich der Effekt in verschiedenen Tiermodellen wiederholen lässt und ob er sich beim Menschen in eine sichere und wirksame Anwendung umsetzen lässt.

Quelle: MIT Technology Review · Zusammengestellt von Redakteur Altay Tuna Emir.