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Zum ersten Mal weltweit nahm eine künstliche Intelligenz an einer Gehirnoperation teil

Aktualisiert: 27.08.2026 · 2 Min. Lesezeit · 276 Wörter

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Zum ersten Mal weltweit nahm eine künstliche Intelligenz an einer Gehirnoperation teil
Digitale Gehirnscan-Aufnahme im Operationssaal

In England ist der 48-jährige Rhys Hibbert der weltweit erste Patient, der sich einer Gehirnoperation unterzog, bei der während des Eingriffs eine Live-Unterstützung durch künstliche Intelligenz eingesetzt wurde. Bei der im University College London Hospital durchgeführten Operation wurde ein 11 Millimeter großer gutartiger Tumor aus der Hirnanhangsdrüse entfernt. Der Tumor hatte auf die Sehnerven gedrückt und dadurch das periphere Sichtfeld des Patienten eingeschränkt.

Während der Operation analysierte die künstliche Intelligenz Live-Aufnahmen, identifizierte Bereiche, in denen sich kritische Blutgefäße und Nerven befinden konnten, und markierte durch die Verfolgung der chirurgischen Instrumente sichere Eingriffsbereiche. Die Entscheidungsbefugnis blieb bei den Chirurgen, während das System anhand von Aufnahmen aus Hunderten Operationen an Hypophysentumoren trainiert wurde.

Das Forschungsteam strebt an, die Technologie in ein „chirurgisches ChatGPT“-System umzuwandeln, das von Chirurgen konsultiert werden kann. Hibbert erklärte, sein Sehvermögen und seine Energie hätten sich nach der Operation verbessert, und sagte, der Eingriff habe ihm „sein Leben zurückgegeben“.

Warum das wichtig ist

Diese Entwicklung zeigt, dass künstliche Intelligenz in der Gehirnchirurgie nicht als direkt entscheidender Akteur, sondern als Instrument zur Unterstützung der unmittelbaren Einschätzung des Chirurgen positioniert wird. Die Markierung von Bereichen, in denen sich kritische Blutgefäße und Nerven befinden können, soll insbesondere bei Hypophysentumoren in der Nähe der Sehnerven dabei helfen, die Grenzen eines sicheren Eingriffs festzulegen. Dass das System anhand von Aufnahmen aus Hunderten Operationen an Hypophysentumoren trainiert wurde, zeigt, dass diese Unterstützung auf einem bestimmten chirurgischen Bereich und auf Daten aus früheren Operationen beruht. Das Ziel des Forschungsteams, ein weiterentwickeltes Beratungssystem zu schaffen, zeigt zwar das Bestreben, den Einsatzbereich der Technologie zu erweitern, doch die derzeitigen Informationen erklären nicht, wie sie bei anderen Operationsarten oder in chirurgischen Entscheidungsprozessen eingesetzt werden soll.

Quelle: NTV Teknoloji