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Journalistin Tuğba Tekerek und 7 Mitglieder von Kaos GL im Rahmen der LGBTI+-Ermittlungen in Ankara in Untersuchungshaft genommen

Aktualisiert: 15.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · 314 Wörter

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Journalistin Tuğba Tekerek und 7 Mitglieder von Kaos GL im Rahmen der LGBTI+-Ermittlungen in Ankara in Untersuchungshaft genommen
Richterhammer und Akten in einem Gerichtssaal

Von den 21 Personen, die bei der Operation „Ailem Güvende“ in Ankara festgenommen wurden, ergingen Entscheidungen zu 20. Das 6. Friedensstrafgericht Ankara ordnete Untersuchungshaft für 7 ordentliche Vereinsmitglieder an, darunter Janset Kalan, ordentliches Mitglied von Kaos GL, Nedime Erdoğan, Mitglied von Galader, und Umut Derin, sowie für die Journalistin Tuğba Tekerek. Die Entscheidung wurde mit einem dringenden Tatverdacht wegen „Verstoßes gegen das Vereinsgesetz“, „Beihilfe zur Veröffentlichung obszöner Publikationen“ und „Obszönität an Orten, die für Kinder einsehbar sind“ begründet. Das Gericht erachtete gerichtliche Kontrollauflagen wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr als unzureichend. Der Antrag der Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft für 7 Ersatzmitglieder wurde abgelehnt. Gegen diese Personen, bei denen die Beweise weitgehend gesichert seien und keine Fluchtgefahr bestehe, wurden ein Ausreiseverbot und die Auflage verhängt, sich sonntags zu melden. Nachdem im Laufe des Tages auch 5 trans Frauen in Untersuchungshaft genommen worden waren, stieg die Zahl der Inhaftierten auf 13. Eine Person, die unter Hausarrest stand, wurde freigelassen.

Warum das wichtig ist

Die Entscheidungen zeigen, dass die Ermittlungen nicht auf Vereinsmitglieder beschränkt blieben, sondern sich zu einem umfassenden Gerichtsverfahren entwickelten, das auch eine Journalistin und trans Frauen einschließt. Dass das Gericht für die ordentlichen Mitglieder und die Journalistin Untersuchungshaft, für die Ersatzmitglieder hingegen gerichtliche Kontrollauflagen anordnete, macht deutlich, dass die Stellung der Verdächtigen sowie die Flucht- und Verdunkelungsrisiken in derselben Akte unterschiedlich bewertet wurden. Die gemeinsame Anwendung des Vereinsrechts und der Vorwürfe der Obszönität zeigt, dass sich das Verfahren sowohl auf Vereinstätigkeiten als auch auf die Zugänglichkeit von Publikationen bezieht. Da in dem Bericht jedoch nicht angegeben wird, welche Publikationen oder konkreten Handlungen den Vorwürfen zugrunde gelegt wurden, bleiben die tatsächliche Grundlage für die Bewertung des dringenden Tatverdachts und die ausführliche Begründung für die unterschiedlichen Maßnahmen unklar.

Hintergrund

Ankara ist im FikirPilot-Archiv kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 5 Meldungen veröffentlicht, in denen dieser Name erwähnt wurde; die jüngste stammt vom 15. September 2026.

Quelle: Independent Türkçe