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Für die Zeitung Evrensel, Amnesty International und zahlreiche Accounts wurden Zugangsbeschränkungen verhängt

Aktualisiert: 14.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · 264 Wörter

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Für die Zeitung Evrensel, Amnesty International und zahlreiche Accounts wurden Zugangsbeschränkungen verhängt
Ein auf dem Tisch liegendes Smartphone

Bakırköy 4. Sulh Ceza Hâkimliği hat mit seinem Beschluss vom 13. September 2026 mit dem Aktenzeichen 2026/9112 den Zugang zu zahlreichen X- und Instagram-Konten gesperrt, darunter Evrensel Gazetesi, Uluslararası Af Örgütü Türkiye, Barış Akademisyenleri und Medya ve Hukuk Çalışmaları Derneği (MLSA). Auf der Liste der İfade Özgürlüğü Derneği standen außerdem Adalet İçin Hukukçular, Mor Dayanışma, das LGBTİ+-Büro der Türkiye İşçi Partisi (TİP), Kaos GL, Kadın Savunması, UMUT-SEN, HAK İnisiyatifi, Travma Çalışmaları und Ali İsmail Korkmaz Vakfı. Auch die Konten der Journalisten Barbaros Altuğ, Fırat Fıstık, Özlem Akarsu Çelik, Sena Yazıbağlı, Yıldız Tar und Tamer Doğan wurden gesperrt. Evrensel rief zu Solidarität und Abonnements auf und erklärte, dass der Beschluss auf X bislang noch nicht umgesetzt worden sei. Die Sperren sollen auf die Beschlüsse vom 12. und 13. September gegen LGBTİQ+-Konten gefolgt sein.

Warum wichtig

Der Beschluss betrifft gleichzeitig nicht nur einzelne Nutzer, sondern auch die Kanäle von Nachrichtenorganisationen, Menschenrechtsorganisationen, beruflichen und gesellschaftlichen Initiativen sowie Journalisten, über die sie die Öffentlichkeit in den sozialen Medien erreichen. Dass Akteure aus unterschiedlichen Bereichen auf der Liste stehen, zeigt, dass die Zugangssperre im Hinblick auf die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung, der Meinungsäußerung und der Organisation einen größeren Kreis betrifft. Dass die Beschlüsse auf die vorherigen Zugangssperren gegen LGBTİQ+-Konten folgten, wirft die Frage auf, ob sich die Maßnahme auf ähnliche Inhalts- und Kontengruppen ausweitet. Evrensels Hinweis, dass der Beschluss auf X bislang noch nicht umgesetzt worden sei, lässt zudem offen, in welchem Umfang und wann derselbe Beschluss auf den verschiedenen Plattformen umgesetzt wird. Offen bleibt, wie der Beschluss die Kommunikations- und Sichtbarkeitsmöglichkeiten der aufgelisteten Konten in der Praxis verändern wird.

Quelle: Independent Türkçe