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Von Zelenskis Berater: „Dieser Krieg wird keinen Gewinner haben“

Aktualisiert: 06.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · 302 Wörter

Veröffentlicht: · Meldung erreichte uns: · Verarbeitungszeit: 25 Min.

Von Zelenskis Berater: „Dieser Krieg wird keinen Gewinner haben“
Verschneite und dunkle Stadtsilhouette

Der Berater des ukrainischen Präsidenten Volodimir Zelenski für Verteidigungstechnologien, Serhii Beskrestnov, sagte, der Krieg gegen Russland habe sich zu einem „Krieg der Städte“ entwickelt, in dem statt territorialer Gewinne vor allem die Infrastruktur ins Visier genommen werde. Gegenüber dem Guardian warnte Beskrestnov, Russland könne mit seinen Beständen an ballistischen Raketen und Drohnen in diesem Winter die Strom-, Wasser- und Heizungssysteme Kiews fortwährend angreifen. Der 51-jährige Berater forderte, Evakuierungsoptionen zum Schutz schutzloser Zivilisten zu prüfen, falls das Energiesystem der Hauptstadt zusammenbrechen sollte; zwei bis drei Millionen Menschen könnten davon betroffen sein. Beskrestnov erklärte, die Ukraine habe sich zum Ziel gesetzt, die Zahl ihrer Drohnenangriffe von täglich 300 auf tausend zu erhöhen, und fügte hinzu, dass auch die russische Zivilluftfahrt beeinträchtigt werden könnte. Er vertrat die Ansicht, dass die Volkswirtschaften und Infrastrukturen beider Länder Schaden nehmen würden. Die US-Vertreter Steve Witkoff und Jared Kushner reisten nach Kiew, um dort mit Zelenski zusammenzutreffen. Nach Angaben der UN wurden im Juli in der Ukraine 437 Zivilisten getötet und 2 Tausend 610 Menschen verletzt.

Warum das wichtig ist

Diese Entwicklung schafft einen Risikobereich, der die Auswirkungen des Krieges nicht mehr auf die Frontlinie beschränkt, sondern mit dem Zugang von Millionen Menschen zu alltäglichen Dienstleistungen verknüpft. Während die Möglichkeit eines Ausfalls von Strom, Wasser und Heizung den Schutz der Zivilbevölkerung und mögliche Evakuierungsvorbereitungen über militärische Ziele hinaus zu einer zentralen Frage macht, zeigen die UN-Daten vom Juli, dass dieser Druck bereits einen hohen humanitären Preis fordert. Das Ziel der Ukraine, ihre Angriffskapazität zu erhöhen, sowie die Einschätzung, dass die russische Zivilluftfahrt beeinträchtigt werden könnte, deuten darauf hin, dass eine gegenseitige Eskalation die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen ausweiten könnte. Die US-Kontakte in Kiew zeigen zwar, dass Sicherheitsbedenken zusammen mit diplomatischen Gesprächen behandelt werden, doch die Frage, welche Schutz- und Evakuierungspläne für die Infrastruktur der Hauptstadt umgesetzt werden, bleibt offen.

Quelle: Independent Türkçe