Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus ließ die Tür für eine Rückkehr von Cristiano Ronaldo in die Nationalmannschaft offen. Ronaldo hatte die Mannschaft verlassen, nachdem er am 27. September beim 2:1-Auswärtssieg gegen Norwegen in der Nations League auf der Bank geblieben war und nicht eingewechselt wurde. Der 41-jährige Fußballer, der in 234 Länderspielen 146 Tore erzielt, 5-mal den Ballon d’Or gewonnen hat und bei Al Nassr spielt, hatte erklärt, er werde die Fakten zu seiner Zukunft zu gegebener Zeit bekannt geben. Nach dem 2:1-Sieg gegen Norwegen am Sonntag sagte Jesus, die Entscheidung liege bei Ronaldo und man brauche ihn weiterhin. Ronaldo hatte auf Instagram bestätigt, dass er nach einem Gespräch mit Pedro Proenca und einer Pressekonferenz das Trainingslager verlassen habe. In Abwesenheit des Spielers besiegte Portugal Dänemark mit 4:2 und setzte sich mit einem Sieg gegen Norwegen mit 12 Punkten an die Spitze der Gruppe 4.
Warum wichtig
Die beiden Siege in Ronaldos Abwesenheit zeigen, dass Portugal die Tabellenführung in der Gruppe behauptet und die Fähigkeit der Mannschaft, kurzfristig Ergebnisse zu erzielen, durch diese Entscheidung nicht direkt beeinträchtigt wurde. Dass Jorge Jesus jedoch erklärt hat, den Spieler weiterhin zu benötigen, zeigt, dass die Nationalmannschaft nicht vollständig auf den Beitrag des erfahrenen Fußballers verzichten will. Daher geht es nicht nur darum, ob ein Spieler in den Kader zurückkehrt oder nicht, sondern auch darum, wie seine Rolle in der Nationalmannschaft durch die technischen Entscheidungen neu gestaltet wird. Dass die Entscheidung Ronaldo überlassen wird, zeigt, dass der entscheidende Faktor für den Zeitpunkt und die Bedingungen einer Rückkehr noch nicht geklärt ist. Zugleich bleibt die Frage offen, wann der Fußballer seine Erklärung zu seiner Zukunft abgeben wird.