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Untersuchung zur Serie „Kurtlar Vadisi Pusu“ eingeleitet

Aktualisiert: 16.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · 315 Wörter

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Untersuchung zur Serie „Kurtlar Vadisi Pusu“ eingeleitet
Beweisakten und ein Computerbildschirm

In den wieder aufgenommenen Ermittlungen zum Tod des MİT-Mitarbeiters Kaşif Kozinoğlu am 12. November 2011 im Gefängnis Silivri wurde beschlossen, die Serie „Kurtlar Vadisi Pusu“ einer Sachverständigenprüfung zu unterziehen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, untersucht würden die Vorwürfe, wonach die Figur „Kazım Kaşifoğlu“ als Vaterlandsverräter dargestellt und getötet worden sei, Fahrzeuge mit dem Kennzeichen „FG“ zu sehen seien und die Serie Propaganda zugunsten der FETÖ, verschlüsselte Botschaften, Anweisungen oder Lenkungsversuche enthalte.

Nachdem Kozinoğlu gesundheitliche Beschwerden bekommen hatte, war er in das staatliche Krankenhaus Silivri gebracht worden; bei seiner Ankunft wurde sein Tod festgestellt. Nach der Auswertung von Kameraaufzeichnungen, medizinischen Unterlagen und Aussagen wurden die Ermittlungen am 10. April 2012 eingestellt. Das Friedensstrafgericht Silivri hob die Entscheidung am 26. August 2026 auf; die Ermittlungen wurden unter Geheimhaltung gestellt und ein Sonderteam wurde gebildet. Gegen 11 Verdächtige, die im Gefängnis tätig waren, wurden Ermittlungsmaßnahmen eingeleitet; 10 von ihnen wurden festgenommen, bei 1 Person im Ausland soll es sich um einen flüchtigen FETÖ-Angehörigen handeln. 1 der Verdächtigen wurde in Untersuchungshaft genommen, 9 wurden freigelassen. Darüber hinaus wurden ein Reporter, ein Kameramann und 7 Beschäftigte des Gesundheitswesens festgenommen und der Justiz vorgeführt.

Warum wichtig

Die Wiederaufnahme des Verfahrens zeigt, dass die Ermittlungen nach der zuvor auf Grundlage von Kameraaufnahmen, medizinischen Unterlagen und Aussagen getroffenen Entscheidung, das Verfahren einzustellen, deutlich ausgeweitet wurden. Die gutachterliche Untersuchung der Serie bedeutet, dass die Justizbehörden nicht nur die Umstände des Todes im Gefängnis untersuchen werden, sondern auch, ob sich über fiktive Figuren, Kennzeichen und mögliche versteckte Botschaften eine Verbindung zu dem Vorfall herstellen lässt. Dass neben Gefängnisbediensteten auch Journalisten und Beschäftigte des Gesundheitswesens in das Verfahren einbezogen wurden, zeigt, dass sich die Untersuchung auf verschiedene Berührungspunkte vor und nach dem Tod erstreckt. Allerdings bedeuten Festnahmen und Untersuchungshaft allein nicht, dass die Vorwürfe bestätigt sind. Die zentrale offene Frage ist, ob sich zwischen Elementen der Serie und Kozinoğlus Tod eine konkrete und rechtlich verwertbare Verbindung feststellen lässt.

Quelle: Independent Türkçe