Die achtmonatige Weltraummission von vier Astronauten endete mit der Fallschirm-Wasserung der Crew-Dragon-Kapsel Freedom von SpaceX im Pazifischen Ozean. Die Mission war nicht wie geplant begonnen worden: Nachdem Mike Fincke an Bord der Internationalen Raumstation erkrankt war, war die Crew bereits im Februar vorzeitig gestartet; Ziel war es, die liegen gebliebenen Arbeiten zu übernehmen. Es war die erste medizinische Evakuierung in der 65-jährigen Geschichte der bemannten Raumfahrt der NASA. Sophie Adenot stellte mit 237 Tagen in der Umlaufbahn einen Ausdauerrekord für die Europäische Weltraumorganisation auf. Die Crew kehrte im Jahr des 250. Jahrestags der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten zur Erde zurück.
Warum das wichtig ist
Diese Rückkehr ist ein seltenes Beispiel dafür, wie Gesundheitsprobleme bei bemannten Raumflügen Missionspläne neu gestalten können. Die erste medizinische Evakuierung in der 65-jährigen Geschichte der bemannten Raumfahrt der NASA zeigt, dass die Besatzung in der Umlaufbahn bei einer unerwarteten Erkrankung durch einen früher als geplanten Start ersetzt werden kann – und dass diese Flexibilität von einsatzbereiten Fahrzeugen wie der Crew-Dragon-Kapsel von SpaceX abhängt. Dass die auf der seit etwa 28 Jahren betriebenen Internationalen Raumstation zur Routine gewordenen Besatzungswechsel durch einen einzigen Krankheitsfall durcheinandergebracht werden können, ist ein Präzedenzfall, der die Notfallprotokolle der Raumfahrtagenturen betrifft. Der 237-Tage-Rekord von Sophie Adenot fügt den Ausdauerdaten der Europäischen Weltraumorganisation für Langzeitmissionen zudem einen neuen Maßstab hinzu. Die Meldung lässt jedoch offen, in welchem Umfang die auf der Station verbliebene Crew die liegen gebliebenen Arbeiten übernehmen konnte.