Das chinesische KI-Startup DeepSeek hat sein neues Modell DeepSeek V4.1 Flash veröffentlicht. V4.1 Flash, das als kleinstes Modell der neuen Architekturfamilie bezeichnet wird, wurde mit dem Ziel entwickelt, eine höhere Leistungsgrenze, schnelle Inferenz, hohe Verarbeitungskapazität und die Skalierung auf größere Modelle zu ermöglichen. Das Modell kann neben Text auch visuelle Eingaben direkt verarbeiten. DeepSeek hatte im vergangenen August eine experimentelle Version von V4 Flash Vision Exp veröffentlicht.
Nach den Benchmark-Ergebnissen des Unternehmens erzielte V4.1 Flash bei GPQA Diamond 90,9, bei Terminal-Bench 2.1 90,6, bei DeepSWE v1.1 74,2 Punkte und bei Codeforces eine Wertung von 3471 und lag damit vor DeepSeek V4 Pro. V4 Flash und V4 Flash Vision Exp werden eingestellt, die alten Bezeichnungen werden vorübergehend auf V4.1 Flash weitergeleitet. Ab dem 14. September um 12.00 Uhr werden auch Anfragen an deepseek-v4-pro an V4.1 Flash weitergeleitet. Das Unternehmen senkte die API-Preise. Reuters zufolge hat DeepSeek mit den Vorbereitungen für einen Börsengang am STAR Market begonnen.
Warum wichtig
Die Wirkung dieses Updates liegt weniger in der Aufnahme eines neuen Modells als vielmehr darin, dass DeepSeek sein bestehendes Modellportfolio und die damit verbundenen Nutzungsmuster verändert. Die Entfernung der alten Bezeichnungen und die Weiterleitung bestimmter Anfragen an ein anderes Modell könnten Entwickler, die die API nutzen, dazu veranlassen, ihre Konfigurationen und Leistungserwartungen zu überprüfen. Während die Preissenkung die Zugangskosten beeinflusst, zeigen die unternehmenseigenen Benchmark-Ergebnisse, wie V4.1 Flash in Bereichen wie Schlussfolgerung, Terminal-Nutzung und Programmierung positioniert ist; dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass es sich bei diesen Daten um Angaben des Unternehmens handelt. Die von Reuters berichteten Vorbereitungen auf einen Börsengang machen die Modellankündigung zu einem Teil eines umfassenderen Prozesses, in dem DeepSeek seine Produkt- und Unternehmensstruktur gemeinsam gestaltet. Offen ist, wie sich der Übergang in der Praxis auf die Arbeitsabläufe der bestehenden Nutzer und die Modellstrategie des Unternehmens auswirken wird.