Biology-Kalender
Eine 2026 in Communications Biology veröffentlichte Studie untersuchte den Einfluss der Hautchemie und des Hautmikrobioms von Schlangen auf Ophidiomyces ophidiicola, den Erreger der als Ophidiomykose bekannten Schlangenpilzerkrankung. Die Forschenden kombinierten kulturabhängige und kulturunabhängige Methoden mit genomischen und metagenomischen Analysen sowie der Modellierung durch ein tiefes neuronales Netzwerk.
Die Ergebnisse zeigten, dass Hautlipide, insbesondere Ölsäure und Squalen, das Wachstum von O. ophidiicola hemmen können.
Neue Schritte bei Chryseobacterium
Auch Bakterien wie Chryseobacterium sp. und Stenotrophomonas maltophilia, die aus der Haut wild lebender Schlangen isoliert wurden, begrenzten die Entwicklung des Pilzes. Demgegenüber wurde festgestellt, dass die im Genom von O. ophidiicola vorhandenen biosynthetischen Gencluster Metaboliten kodieren, die die Lipidproduktion des Wirts hemmen könnten.
Neue Schritte
Die Forschenden berichteten, dass dieser Mechanismus die Fähigkeit des Pilzes zur Krankheitsverursachung erleichtern könnte.
Ein kontrastives tiefes neuronales Netzwerk stellte sowohl für einzelne Schlangen als auch für verschiedene Krankheitszustände eine nahezu perfekte Übereinstimmung zwischen Hautlipiden und Mikrobiomprofilen her. Die biosynthetischen Gencluster in den Genomen der aus Schlangenhaut isolierten Bakterien stimmten mit den Metagenomprofilen wild lebender Schlangen überein und wurden mit dem Krankheitszustand in Verbindung gebracht.
University-Zahlen
Die Studie zeigte, dass die vielfältige Lipidumgebung in der Schlangenhaut eine antimykotische Wirkung hat und dass die Wechselwirkungen zwischen Bakterien und Pilzen das Hautmikrobiom prägen. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die enge Beziehung zwischen dem Pilzpathogen, dem Mikrobiom und der Lipidchemie der Haut der Anfälligkeit für die Krankheit zugrunde liegen könnte. Die Forschung wurde unter Mitwirkung von Forschenden der Middle Tennessee State University, der Oregon State University, der University of Antwerp, der Belmont University, der James Madison University, der San Diego State University, der University of Florida und der University of Wisconsin-Madison durchgeführt. Der DOI des Artikels wurde als 10.1038/s42003-026-10820-w angegeben.