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Einen E-Scooter auf Rust umstellen (im guten Sinne)

Aktualisiert: 13.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · 278 Wörter

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Einen E-Scooter auf Rust umstellen (im guten Sinne)
Elektrischer Scooter und USB-Kabel

Eine Sicherheitslücke im Display des Egret GT E-scooter ermöglichte es, versehentlich in den Firmware-Aktualisierungsmodus zu gelangen und den Betriebsmodus ohne Sicherheits-PIN freizuschalten. [Ich] untersuchte das Protokoll mittels Reverse Engineering und schrieb die Firmware in Rust neu. Durch die Analyse des Bluetooth-Datenverkehrs und des Codes der mobilen Anwendung wurden Daten ermittelt, die auf dem Display nicht angezeigt wurden, sowie Informationen, die zusammen mit der eindeutigen Identität des Scooters an das zentrale System gesendet wurden. Dies war einer der Gründe für die Änderung der Firmware. Als sich zeigte, dass der Scooter CAN-Bus verwendet, kamen ein Oszilloskop und ein selbstgebauter CAN-Decoder zum Einsatz; dabei wurde festgestellt, dass sich die Datenleitungen im USB-C-Port befanden, der offiziell zum Aufladen des Telefons angeboten wird. Die Aktualisierungen betrafen mindestens drei Komponenten: das Display, das Eingabefeld und den Controller; die Installation einer neuen Firmware war davon abhängig, diesen Prozess zu entschlüsseln.

Warum das wichtig ist

Diese Arbeit zeigt, dass die Sicherheit von E-Scootern nicht auf die mechanischen Teile beschränkt ist, sondern auch die Beziehungen zwischen Display, mobiler Anwendung, drahtloser Kommunikation und Controller die Nutzungsberechtigung bestimmen. Die im Bluetooth-Datenverkehr erkennbaren zusätzlichen Daten und die Übermittlung der eindeutigen Identität des Scooters an das zentrale System werfen die Frage auf, welche Informationen aus Sicht der Nutzer gesammelt werden und in welchem Maß dieser Datenfluss kontrolliert werden kann. Dass sich die CAN-Leitungen im zum Aufladen von Telefonen angebotenen USB-C-Port befinden, macht den Unterschied zwischen dem offiziellen Verwendungszweck des Geräts und seinen tatsächlichen technischen Möglichkeiten deutlich. Die Abhängigkeit der Firmware von mehreren Komponenten zeigt, dass sich Sicherheitsprobleme nicht durch die Änderung eines einzigen Softwarebestandteils lösen lassen. Offen bleibt, wie diese Erkenntnisse im offiziellen Aktualisierungsprozess und im Sicherheitskonzept von Egret berücksichtigt werden.

Quelle: Hackaday