Auf Hackaday hat [Mihai Oltean] ein ungewöhnliches Projekt vorgestellt und nicht mit den Paprikapflanzen, die er neben seinem Haus anbaut, sondern mit der Methode zur Planung seines vertikalen Gartens Aufmerksamkeit erregt. Er erstellte das 3D-Modell des Gartens in OpenSCAD vollständig durch Programmieren. Während OpenSCAD üblicherweise zur Erstellung von Dateien für den 3D-Druck oder für 2D-CNC-Entwürfe verwendet wird, bestand das Ziel dieses Projekts darin, im Voraus zu planen, wie die Teile des Systems zusammengefügt werden sollten. [Mihai] modellierte auch die Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben und Metallprofilabschnitte, die beim Bau des Gartens verwendet werden sollten, als virtuelle Komponenten mit seinem eigenen Code. In seinem GitHub-Repository finden sich eigene Versionen dieser Komponenten. Das Projekt zeigt, dass komplexe Strukturen aus vielen Einzelteilen vor der tatsächlichen Fertigung virtuell in einer CAD-Umgebung aufgebaut werden können und dass sich diese Methode nicht auf elektronische Komponenten beschränkt.
Warum wichtig
Dieses Beispiel zeigt, dass der Einsatzbereich von OpenSCAD nicht darauf beschränkt ist, Dateien für den Druck oder die CNC-Fertigung zu erstellen. Das per Code erzeugte Modell kann bei einer aus zahlreichen Teilen bestehenden Struktur als Planungswerkzeug eingesetzt werden, mit dem sich Maße und Verbindungen vor der physischen Fertigung gemeinsam bewerten lassen. Dass auch Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben und Profile in das Modell aufgenommen wurden, zeigt, dass der Entwurf nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch die Montagebeziehungen umfasst. Dieser Ansatz sucht in der Computerumgebung nach Antworten auf die Fragen, wie Teile bei ähnlichen physischen Projekten zusammengefügt werden und welche Probleme bereits vor der Fertigung erkennbar sein könnten. Die Komponenten auf GitHub ermöglichen zudem, die verwendete Modellierungsmethode als einsehbare technische Dokumentation zu teilen.