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Fast unmöglich? Wie Fairphone das ethische und reparierbare Fairphone Gen 6+ weiterentwickelt hat

Aktualisiert: 05.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · 550 Wörter

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Fast unmöglich? Wie Fairphone das ethische und reparierbare Fairphone Gen 6+ weiterentwickelt hat
Ein in seine Einzelteile zerlegtes modulares Smartphone

Fairphones 650-Dollar-Modell Gen 6+ wurde als modulares Smartphone entwickelt, das auf eine lange Nutzungsdauer und einfache Reparaturen ausgelegt ist. Ziel des Unternehmens ist es, dass Nutzer ihre Geräte „vollständig in Besitz nehmen können“ und jedes Fairphone mindestens fünf Jahre lang genutzt wird. Dabei stehen auch der Verzicht auf Konfliktmineralien, die Verwendung recycelter Materialien und die Zahlung eines existenzsichernden Lohns an die Beschäftigten im Vordergrund.

Die Rückabdeckung des Telefons lässt sich öffnen, nachdem die außen angebrachten T5-Torx-Schrauben entfernt wurden. Mit demselben Schraubendreher können Nutzer 12 Teile austauschen, darunter den Akku, die Kameramodule, den USB-C-Anschluss und das Display. Durch die modulare Bauweise ist das Telefon ein oder zwei Millimeter dicker als seine verklebten Konkurrenten. Fairphone empfiehlt, den Akku nach etwa drei Jahren auszutauschen; Ziel ist nicht ein schneller Wechsel, sondern die Verlängerung der allgemeinen Nutzungsdauer des Geräts.

Obwohl das Gen 6+ größtenteils aus Kunststoff besteht, bewahrt es dank seines inneren Metallrahmens seine Stabilität. Das Unternehmen führt spezielle Tests durch, damit die Haltbarkeit durch das Zerlegen und Wiederzusammenbauen nicht beeinträchtigt wird. Es wird berichtet, dass ein Nutzer das Gerät in etwa 20 Minuten vollständig zerlegt und wieder funktionsfähig zusammengebaut hat. Das 6,31-Zoll-OLED-Display des Telefons mit einer Auflösung von 1116 x 2484 kann ausgetauscht werden; die maximale Helligkeit des Displays beträgt 1.300 Nits. Im Gegensatz dazu verfügt das Gerät statt über die IP6X-Wasserfestigkeit lediglich über die Schutzart IP55, die Schutz vor Spritzwasser bietet.

Fairphone behält den microSD-Kartensteckplatz und die physische SIM-Karte bei, verzichtet jedoch auf einen Kopfhöreranschluss. Das Unternehmen erklärt, diese Entscheidung stehe im Zusammenhang mit Anforderungen an Platz, Kosten und Reparierbarkeit. Gen 6+ kommt außerdem mit 12 Gigabytes RAM, einem aktualisierten Snapdragon-Chip und Android 16. Während Fairphone noch keine eigenen KI-Funktionen anbietet, verfolgt das Unternehmen einen zurückhaltenderen Ansatz, der den Datenverbrauch und den Datenschutz berücksichtigt.

Das Gerät wird bis 2033 mit Software-Updates und Ersatzteilen unterstützt. Das Fairphone 3 erreichte nach seiner Markteinführung im Jahr 2019 das Ende seiner Nutzungsdauer. Nach Angaben des Unternehmens bilden sieben oder acht Jahre bei Smartphones aufgrund der Unterstützung durch die Zulieferer die praktische Grenze.

Bei den Kameras kommen ein 50-MP-Hauptsensor Sony 700C, eine 13-MP-Ultraweitwinkelkamera mit OmniVision OV13B10 und eine 32-MP-Frontkamera zum Einsatz. Die Bildqualität ist zwar ausreichend, doch die Geschwindigkeiten bei der Aufnahme und beim Autofokus können schwach ausfallen. Gen 6+ ist bei Fairphone und Amazon erhältlich und funktioniert ohne SIM-Lock mit den Netzen von AT&T und T-Mobile.

Warum das wichtig ist

Dieses Modell zeigt, dass bei der Auswahl eines Smartphones nicht nur Prozessor, Kamera und Display, sondern auch die Frage, wie das Gerät während seiner Nutzungsdauer geschützt und instand gehalten werden kann, ein Kriterium sein kann. Insbesondere für Nutzer, die ihr Smartphone nicht häufig wechseln möchten und im Falle eines Defekts Teile erneuern wollen, ohne auf den Herstellerservice angewiesen zu sein, wird die modulare Bauweise zusammen mit Nachteilen wie dem dickeren Gehäuse und dem begrenzteren Schutz gegen Spritzwasser abzuwägen sein. Die Zusage von Updates und Ersatzteilen bis 2033 zielt darauf ab, Softwareunterstützung und die physische Reparierbarkeit im selben Zeitraum aufrechtzuerhalten; die Information, dass die Unterstützung durch Zulieferer bei Smartphones eine praktische Grenze von sieben oder acht Jahren bildet, lässt jedoch eine offene Frage hinsichtlich der Umsetzbarkeit dieser Zusage bestehen. Zudem verknüpft die Tatsache, dass das Gerät eine Alternative zu verklebten Designs darstellt, die Debatten über das Recht auf Reparatur und Elektroschrott unmittelbar mit der Entscheidung des Endnutzers.

Quelle: Ars Technica