CERN hat die VHDL-Bibliothek „colibri“ veröffentlicht, die mehr als 100 Komponenten, Funktionen und Prozeduren zur Beschleunigung von FPGA-Projekten umfasst. Die unter der CERN Open Hardware Licence bereitgestellte Bibliothek wurde auf Plattformen verschiedener Hersteller getestet und enthält selbstüberprüfende Testbenches sowie für einige Abschnitte eine formale Verifikation. Die auf GitLab verfügbare Bibliothek unterstützt außerdem SPI und i2c.
Warum das wichtig ist
Diese Veröffentlichung bietet eine gemeinsame Grundlage, auf die Teams bei der FPGA-Entwicklung über Plattformen verschiedener Hersteller hinweg zurückgreifen können. Das Vorhandensein fertiger Komponenten sowie einer Test- und Verifikationsinfrastruktur ermöglicht es Entwicklern, sich nicht nur auf das Hinzufügen von Funktionen, sondern auch auf die Überprüfung zu konzentrieren, ob das Design erwartungsgemäß funktioniert. Die Open-Hardware-Lizenz erhöht die Zugänglichkeit der Bibliothek, während die Prozesse zur Überprüfung und Weiterentwicklung auf GitLab leichter nachverfolgt werden können. Die Unterstützung für SPI und i2c erweitert zudem die Einsatzmöglichkeiten der Bibliothek für Designs, die mit Hardwarekomponenten kommunizieren. Allerdings lässt sich anhand der derzeit verfügbaren Informationen nicht beantworten, in welchem Umfang die Komponenten in verschiedenen Projekten übernommen werden und wie die langfristige Wartung der Bibliothek sichergestellt werden soll.
Hintergrund
VHDL ist im FikirPilot-Archiv kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir eine Nachricht veröffentlicht, in der dieser Name vorkam; der Artikel ist vom 15. September 2026.