Die Apple Watch Ultra 4 hat die Unterstützung für GLONASS bei der satellitenbasierten Positionsbestimmung eingestellt. Den technischen Daten zufolge unterstützt die Uhr die Systeme GPS, Galileo, QZSS und BeiDou. Beim Vorgängermodell Apple Watch Ultra 3 wurde diese Liste noch um das von Russland betriebene GLONASS ergänzt. Das Unternehmen erklärte nicht, warum diese Änderung vorgenommen wurde. Da GLONASS in der Dual-Frequenz-GNSS-Architektur der Ultra 4 bei Verbrauchergeräten meist nur ein L1-Signal bereitstellt, kann sein zusätzlicher Nutzen begrenzt sein. Außerdem können die Signalarchitektur und satellitenbasierte Zeitkorrekturen die Positionsberechnung komplizierter machen und zu Messfehlern führen. Daher sorgt eine größere Zahl an Satellitensystemen nicht immer für eine höhere Genauigkeit. Die Ultra-Serie konzentriert sich bei Outdoor-Aktivitäten auf eine präzise Ortung.
Warum das wichtig ist
Diese Entscheidung zeigt für Nutzer, die die Ultra-Serie bei Outdoor-Aktivitäten einsetzen, dass nicht die Zahl der Satelliten, sondern vielmehr die Qualität der vom Gerät verwendeten Signale entscheidend ist. Dass GLONASS in Verbrauchergeräten meist nur ein L1-Signal bereitstellt, bedeutet, dass es möglicherweise nicht im selben Maß wie andere Systeme zur Dual-Frequenz-GNSS-Architektur beiträgt. Unstimmigkeiten zwischen der Signalarchitektur und den satellitenbasierten Zeitkorrekturen zeigen ebenfalls, dass eine umfassendere Unterstützung nicht automatisch genauere Positionsdaten liefert. Dass Apple den Grund für die Änderung nicht erklärt hat, lässt jedoch die Frage offen, ob die Entscheidung auf technische Einschränkungen oder auf eine andere Designentscheidung zurückgeht. Für Nutzer, die vor allem eine präzise Ortung erwarten, zeigt diese Unklarheit, dass die Liste der technischen Daten allein nicht ausreicht.
Hintergrund
Apple ist im FikirPilot-Archiv kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 55 Nachrichten veröffentlicht, in denen dieser Name erwähnt wird; die jüngste stammt vom 11. September 2026.