lumaq, gegründet von Rudi Dökmecioğlu und mit Sina Afra als Mitgründer, entwickelt mithilfe von KI-Agenten Unternehmenssoftware insbesondere für regulierte Branchen wie das Bankwesen, Versicherungen, Telekommunikation und den öffentlichen Sektor. Die Plattform erstellt aus den Anforderungen von Organisationen und bestehenden Systemen Spezifikationen, Architekturpläne und Arbeitsaufträge; die Agenten schreiben und testen daraufhin den Code. Der erzeugte Code wird mit den Anforderungen verknüpft, die Vorgänge werden in einem Prüfprotokoll erfasst, und für jede Version ist eine menschliche Freigabe erforderlich. lumaq kann Altsysteme modernisieren oder neue Systeme entwickeln und läuft in unternehmenseigenen Rechenzentren, privaten Clouds sowie in Umgebungen ohne Internetzugang. Das Unternehmen gibt an, dass die Daten das Unternehmen nicht verlassen, und nennt die Konformität mit SOC 2 Type II, ISO 27001, ISO 42001 und GDPR.
Warum das wichtig ist
In den von lumaq anvisierten Bereichen sind Softwarefehler nicht nur ein technisches Problem, sondern können auch Folgen für die Prüfung, die Datensicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben haben. Die Verknüpfung des Entwicklungsprozesses mit den Anforderungen, die Nachvollziehbarkeit der Vorgänge und die verpflichtende menschliche Freigabe bieten daher einen Rahmen dafür, wie KI-generierte Software in die unternehmerische Verantwortungskette eingebunden werden kann. Dass die Lösung innerhalb der Organisation oder in Umgebungen ohne Internetzugang betrieben werden kann, erweitert insbesondere für Banken, Versicherungsunternehmen, Telekommunikationsanbieter und öffentliche Einrichtungen, die ihre Daten nicht in externe Systeme übertragen möchten, die Einsatzmöglichkeiten. Im Bericht wird jedoch nicht erläutert, wie sich die vom Unternehmen genannten Zertifizierungen und Datenrichtlinien auf die Geschwindigkeit und die Kosten der Modernisierung bestehender Infrastrukturen verschiedener Organisationen sowie auf den Arbeitsaufwand der menschlichen Kontrolle auswirken.