Der 74. Verhandlungstag im İBB-Verfahren mit 414 Angeklagten, von denen 53 inhaftiert sind und zu denen auch Ekrem İmamoğlu gehört, hat im neuen Verhandlungssaal begonnen, der vom 33. Hohen Strafgericht Istanbul im Marmara-Gefängnis in Silivri eingerichtet wurde. In der Verhandlung werden die Anträge der inhaftierten Angeklagten auf Freilassung angehört.
Serdal Taşkın, der ehemalige Generaldirektor von Kültür AŞ, erklärte, seine Amtszeit habe 13 Monate betragen und er habe bis zu seiner Verhaftung in Erzincan Landwirtschaft betrieben. Taşkın erklärte, dass er während der Metrobus-Ausschreibung im Jahr 2022, auf die sich die gegen ihn erhobenen Vorwürfe beziehen, bereits im Ruhestand gewesen sei, und wies die Vorwürfe gegen ihn zurück.
Warum das wichtig ist
Dass das Verfahren seinen 74. Verhandlungstag erreicht hat, zeigt, dass es aufgrund der großen Zahl an Angeklagten und der zahlreichen Inhaftierten als langwieriger Prozess fortgeführt wird. Dass die Anträge auf Freilassung angehört werden, bedeutet in dieser Phase, dass das Gericht die persönlichen Erklärungen der Angeklagten sowie ihre Verteidigungen zu den Vorwürfen in den Akten im Hinblick auf die Fortdauer der Untersuchungshaft prüfen wird. Die Aussage von Serdal Taşkın rückt die Frage in den Vordergrund, inwieweit die Vorwürfe mit der Amtszeit des Angeklagten und seiner Position in dem Zeitraum, auf den sich die Anschuldigungen beziehen, übereinstimmen. Angesichts der Zurückweisung der Vorwürfe durch Taşkın bleibt offen, wie das Gericht diese Verteidigung zusammen mit den weiteren Beweisen und Vorwürfen in den Akten bewerten wird. Dass die Verhandlung in einem neuen Saal stattfindet, macht zudem die institutionelle und logistische Dimension der aktuellen Phase des Verfahrens deutlich.
Hintergrund
İBB ist im FikirPilot-Archiv kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir eine Nachricht veröffentlicht, in der dieser Name vorkam; der Beitrag ist vom 28. August 2026.