Der Minister für öffentliche Arbeiten und Verkehr der KKTC, Erhan Arıklı, erklärte, dass ein Passagierschiff des Katamaran-Typs, das von Girne aus in den Landkreis Taşucu von Mersin unterwegs war, etwa 4 Meilen vor der Küste Wasser aufgenommen habe und gekentert sei. Zur Evakuierung der etwa 260 Passagiere an Bord läuft unter Einsatz der Küstenwache, des Zivilschutzes, von Hubschraubern und ziviler Seefahrzeuge aus der Region eine Rettungsaktion. Arıklı erklärte, die Einsatzkräfte hätten das Gebiet 15–20 Minuten nach dem Notruf erreicht, und teilte mit, dass die Passagiere auf sicherere Seefahrzeuge gebracht worden seien. Während im Hafen von Girne Krankenwagen bereitstehen, wird ein Zelt für medizinische Eingriffe aufgebaut; Personen in schwerem Zustand sollen in Krankenhäuser gebracht werden. Auch die anderen Passagierschiffe im Hafen wurden zur Unterstützung der Arbeiten in das Gebiet entsandt. Die Ursache des Unfalls steht noch nicht endgültig fest. Arıklı erklärte, die Seebedingungen seien schwierig, und Priorität habe es, die Passagiere ohne Todesopfer an Land zu bringen.
Warum wichtig
Der Schwerpunkt des Geschehens verlagert sich nach der Evakuierung auf See nun auf die Beurteilung des Gesundheitszustands der Passagiere und darauf, sie sicher an Land zu bringen. Der gemeinsame Einsatz von Küstenwache, Zivilschutz, Hubschraubern und zivilen Seefahrzeugen zeigt, dass die Rettungsaktion nicht allein auf der Kapazität einer einzigen Institution beruht. Die Vorbereitung von Krankenwagen und medizinischer Versorgung im Hafen von Girne deutet darauf hin, dass der Rettungsprozess parallel zur Versorgung möglicher Verletzungen durchgeführt wird. Wie es allen Passagieren geht und welche Umstände dazu geführt haben, dass das Schiff Wasser aufnahm und kenterte, ist dagegen noch nicht geklärt; diese beiden Punkte bleiben im Hinblick auf die Bewertung der Ergebnisse des Einsatzes und die Feststellung der Verantwortlichkeiten offene Fragen.