Der von Mike entwickelte Röhrencomputer verwendet alte Doppeltrioden aus dem früheren Ostblock. Das Gerät verfügt über eine 8-Bit-Von-Neumann-Architektur und 16 Befehle und ist wie die NASA-Computer des Apollo-Programms auf NOR-Basis konzipiert. Ergänzt wird der kompakte, an der Wand montierte Computer durch eine alte Flip-Digit-Anzeige von British Rail und ein Bedienfeld für eine einfache Luftschiffsimulation.
Warum das wichtig ist
Das Projekt führt verschiedene Schichten der Computergeschichte in einem einzigen selbst gebauten Aufbau zusammen und zeigt damit, dass alte Technologien nicht nur Ausstellungsstücke sind. Die Wiederverwendung der mit den Computern des Apollo-Programms verbundenen Architektur und elektronischer Bauteile aus vergangenen Epochen wirft für Hardware-Enthusiasten und an Computergeschichte Interessierte die Frage auf, wie technisches Erbe interpretiert werden kann. Die Wandmontage und die physische Anordnung der Bedienelemente deuten darauf hin, dass neben der Recheneinheit auch die Benutzeroberfläche das technologische Verständnis jener Zeit widerspiegeln kann. In welchem Maße dieser Ansatz angesichts der Verfügbarkeit der verwendeten Röhren und anderer alter Bauteile sowie des Wartungsbedarfs nachhaltig fortgeführt werden kann, bleibt im Text jedoch unbeantwortet.