Meshtastic-Sniffer für DragonOS vorgestellt. Meshtastic hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, da es keine Lizenz erfordert und seine Hardware im Vergleich zu Amateurfunkgeräten sehr günstig ist. Die Zahl der Kanäle und Modi ist groß. Wenn der Nutzer nicht über Vorkenntnisse verfügt, erschwert die Vielzahl an Kanälen und Modi, herauszufinden, wo Gespräche stattfinden. [cemaxecuter] hat zur Lösung dieses Problems der auf Funk ausgerichteten Linux-Distribution DragonOS einen Meshtastic-Sniffer hinzugefügt.
Die in C geschriebene Software kommt als eigenständige Binärdatei und benötigt kein GNU Radio. Der Scan erfolgt, während DragonOS läuft. Während DragonOS läuft, scannt diese Software das gesamte Meshtastic-Band gleichzeitig, erkennt den Datenverkehr und kann diesen entschlüsseln, wenn der Schlüssel bekannt ist. Im Projekt wird HackRF als softwaredefiniertes Funkgerät verwendet; obwohl das Gerät nicht alle Meshtastic-Frequenzen abdeckt, erfasst es die meisten davon. Der Entwickler, der seinen eigenen Knoten aktivierte, berichtet, dass die Software ihn schnell erkannte und seine Details im Terminal anzeigte. Die Software erleichtert das Auffinden von Gesprächen. Auch das Erkennen anderer Netzwerke per Wardriving wird erleichtert.
Warum das wichtig ist
Diese Entwicklung erschüttert die Annahmen zur Privatsphäre der Meshtastic-Community, die sich aus Nutzern zusammensetzt, die lizenzfreie und kostengünstige Kommunikation suchen. Während die Vielzahl von Kanälen und Modi bislang eine faktische Privatsphäre-Schicht bot, beseitigt die Möglichkeit, mit einem einzigen Gerät das gesamte Band gleichzeitig abzutasten, diesen Schutz weitgehend; dass HackRF nicht alle Frequenzen abdeckt, hinterlässt jedoch einen begrenzten blinden Fleck. Auch wenn der Nachrichteninhalt ohne Kenntnis des Schlüssels nicht gelesen werden kann, macht es die Möglichkeit, das Vorhandensein von Datenverkehr und Knotendetails zu erkennen, erforderlich, dass Nutzer neu darüber nachdenken, welche Informationen sie preisgeben. Das Werkzeug, das auch das Kartieren umliegender Netzwerke per Wardriving erleichtert, betrifft neben Amateurfunkbegeisterten und Sicherheitsforschern auch Gemeinschaften, die Meshtastic für kostengünstige und lizenzfreie Kommunikation nutzen. Die offene Frage ist, wie Nutzer ihre Verschlüsselungsschlüssel und Kanalwahlen angesichts dieser neuen Sichtbarkeit verwalten werden.