KI-gestützte Betrüger erzielen Einnahmen, indem sie gefälschte Songs auf Spotify, Apple Music und Tidal zu den Profilen echter Künstler hinzufügen. Einer Untersuchung von 404 Media zufolge erstellen die Täter mit Suno oder Udio einen Song und mit künstlicher Intelligenz ein Cover, bevor sie das Werk über Vertriebspartner wie DistroKid als Werk des anvisierten Künstlers ausgeben. Aufgrund unzureichender Überprüfungen erscheinen die Inhalte in den offiziellen Diskografien, während die Einnahmen an die Uploader gehen. Unabhängige, nicht verwaltete und verstorbene Künstlerprofile sind besonders gefährdet. Odette Child hat seit Juli mehr als 300 gefälschte KI-Songs entdeckt. Während täglich etwa 50.000 KI-generierte Songs auf Spotify hochgeladen werden, wird ein begrenztes Beta-Prüftool des Unternehmens entwickelt. Spotify und Amazon Music teilten mit, dass sie ihre Investitionen fortsetzen.
Warum das wichtig ist
Diese Entwicklung zeigt, dass Künstlerprofile auf Musikplattformen nicht nur dem Zugang zum Publikum dienen, sondern auch im Hinblick auf Einnahmen und Identitätsprüfung eine sensible Infrastruktur darstellen. Besonders unabhängige Künstler, die ihre Kataloge nicht aktiv verwalten, sowie die Vertreter verstorbener Musiker könnten gezwungen sein, regelmäßig zu überprüfen, welche Aufnahmen in ihrem Namen hinzugefügt werden. Für Hörer besteht das Problem darin, dass das Erscheinen eines Werks unter einem offiziellen Profil nicht garantiert, dass es tatsächlich vom Künstler veröffentlicht wurde. Für Vertriebspartner und Plattformen bleibt dagegen die zentrale offene Frage, wo die Verantwortung für die Überprüfung beim Hochladen beginnt und endet. Begrenzte Prüftools stellen angesichts der großen Zahl an Uploads den Umfang und die Geschwindigkeit dieser Kontrolle infrage.
Hintergrund
Spotify ist im FikirPilot-Archiv kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 6 Nachrichten veröffentlicht, in denen dieser Name vorkommt; die jüngste datiert vom 18. September 2026.