Der Ko-Vorsitzende der DEM Parti, Tuncer Bakırhan, erklärte bei einer Bürgerversammlung in Okmeydanı in Istanbul, dass gemeinsam darüber diskutiert werde, mit welchem Diskurs und welcher praktischen Organisationsform der laufende Prozess angegangen werden solle. Bakırhan betonte, dass Mütter nicht erneut den Schmerz über den Verlust ihrer Kinder erleben dürften, und rief die Friedensmütter, die Mütter von Märtyrern und die Samstagsmütter dazu auf, sich für den Prozess einzusetzen.
Warum das wichtig ist
Im Mittelpunkt der Erklärung steht, dass nicht nur die Äußerungen politischer Akteure, sondern auch die Frage zur Diskussion gestellt wird, mit welcher Organisationspraxis der laufende Prozess fortgeführt werden soll. Dieser Rahmen deutet mit dem Aufruf, Gruppen mit unterschiedlichen Erfahrungen wie die Friedensmütter, die Mütter von Märtyrern und die Samstagsmütter in den Prozess einzubeziehen, auf das Bestreben nach gesellschaftlicher Beteiligung hin. Die Betonung, dass Mütter nicht erneut den Schmerz über den Verlust ihrer Kinder erleben sollten, rückt die menschlichen Folgen des Prozesses und die Erwartung in den Vordergrund, neue Verluste zu verhindern. Allerdings bleibt offen, mit welchen konkreten Methoden die bei der Versammlung angesprochene Debatte über Diskurs und Organisation geführt werden soll und wie sich die aufgerufenen Gruppen an dem Prozess beteiligen werden. Daher schafft diese Entwicklung weniger ein Ergebnis als vielmehr eine Diskussionsgrundlage darüber, wie der Prozess gestaltet werden soll.