[The Light Herder] hat die Kunst des Video-Feedbacks, bei der das Bild einer analogen Kamera auf den Bildschirm zurückgeführt wird, auf 4K-Auflösung gebracht. Bei dem System, das auf „God Machine II“ und der früheren 720p-Arbeit basiert, lassen sich Farbton, Sättigung, Helligkeit und Kontrast über physische Regler einstellen.
Die Regler des analogen Bedienfelds sind mit Teensy verbunden, während die Bildschirmeigenschaften mithilfe von LCD-Treiberplatinen über RS-232 verändert werden. Dadurch ermöglicht der scheinbar analoge und „computerlose“ Aufbau eine detaillierte Kontrolle über das 4K-Bild.
Warum das wichtig ist
Diese Arbeit zeigt, dass sich die höhere Auflösung in der Kunst des Video-Feedbacks nicht nur auf die Bildqualität beschränkt, sondern auch die Arbeitsweise bewahrt werden kann. Die Steuerung der Bildparameter über physische Regler hebt die 4K-Ausgabe von einer computerbasierten Benutzeroberfläche ab und bindet den Eingriff des Künstlers direkt an die Hardware. Die Bezeichnung „computerlos“ beschreibt jedoch kein System, das vollständig ohne elektronische Unterstützung auskommt, da ein Teensy-Mikrocontroller und RS-232-Verbindungen verwendet werden; die Unterscheidung bezieht sich hier darauf, dass der Computer bei der Bilderzeugung keine Rolle mehr spielt. Der Übergang von der früheren 720p-Arbeit zum 4K-Aufbau hebt das Gleichgewicht zwischen analoger Ästhetik und hoher Auflösung hervor. Offen bleibt jedoch, inwieweit diese Hardwarekomplexität den physischen und visuellen Charakter des Systems verändert.