Zum Inhalt springen
Deutsch
FikirPilot-Inhalt

Gül von der AK Parti: Unser Volk ist sich über eine erneute Kandidatur Erdoğans einig

Aktualisiert: 15.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · 452 Wörter

Veröffentlicht: · Meldung erreichte uns: · Verarbeitungszeit: 6 Min.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AK Parti, Abdulhamit Gül, hob bei einer Pressekonferenz in Sakarya im Rahmen der „Treffen zum Jahrhundert der Türkei“ die Unterstützung der Stadt für Präsident Recep Tayyip Erdoğan und die AK Parti hervor. Gül erklärte, Sakarya nehme im Tourismus, in der Industrie und in der Landwirtschaft eine führende Rolle ein und liege bei den Exporten auf Platz 7. Er sagte, sie würden in 16 Bezirken mit Bürgern, Gewerbetreibenden und zivilgesellschaftlichen Organisationen sprechen und deren Anliegen an die Parteizentrale und Erdoğan weiterleiten.

Gül vertrat die Ansicht, dass unter Erdoğans Führung innerhalb eines Vierteljahrhunderts Probleme gelöst worden seien und die Investitionen in Sakarya fortgesetzt würden. Beim Terrorproblem, das das Land 50 Jahre gekostet habe, sei man an einem Punkt angelangt, an dem eine Lösung möglich sei. Er erklärte, der Prozess „Eine Türkei ohne Terror“ werde Produktion, Beschäftigung, Einheit und nationale Solidarität stärken und weder bei den Eigenschaften des Staates noch bei den Werten der Nation seien Zugeständnisse gemacht worden. Er fügte hinzu, der Kampf der Gefallenen und Veteranen stehe im Mittelpunkt.

Angesichts regionaler Krisen sei die Türkei dank ihrer starken Sicherheitsarchitektur und Erdoğans Führung ein verlässliches Land, sagte Gül. Er behauptete, diejenigen, die für Erdoğan gestimmt hätten, wollten, dass er weitermache, und auch diejenigen, die nicht für ihn gestimmt hätten, neigten aufgrund der globalen Konflikte dazu, seine Kandidatur zu unterstützen. Gül erklärte, einer erneuten Kandidatur stünden keine rechtlichen oder verfassungsrechtlichen Hindernisse entgegen und die Erwartungen könnten durch einen Beschluss des Parlaments erfüllt werden. Zudem betonte er die Notwendigkeit einer neuen, zivilen Verfassung und vertrat die Ansicht, dass die Türkei in der kommenden Zeit zur Supermacht der Welt werde.

Warum wichtig

Die Erklärungen bringen eine Feldstudie, mit der die lokalen Anliegen aus Sakarya an die Parteizentrale herangetragen werden sollen, mit der Sicherheits-, Verfassungs- und Wahlagenda der Regierung in einem gemeinsamen Rahmen zusammen. Dass für eine erneute Kandidatur Erdoğans auf einen Beschluss des Parlaments verwiesen wird, zeigt, dass die Debatte nicht nur über politische Unterstützung, sondern auch über den im Parlament zu beschreitenden Rechtsweg geführt wird. Dass der Aufruf zu einer neuen, zivilen Verfassung gemeinsam mit der Kandidaturdebatte erwähnt wird, lässt hingegen die Fragen offen, welchen Umfang und Zeitplan diese Initiative haben und auf Grundlage welchen politischen Konsenses sie ausgearbeitet werden soll. Während dem Prozess für eine terrorfreie Türkei weitreichende Folgen von der Produktion bis zur Beschäftigung zugeschrieben werden, stellt das Fehlen von Angaben dazu, mit welchen konkreten Schritten und Kriterien diese erreicht werden sollen, eine grundlegende Unsicherheit für Bürger, Wirtschaft und Zivilgesellschaft dar, die die Auswirkungen des Prozesses bewerten wollen.

Hintergrund

Erdoğan ist im Archiv von FikirPilot kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 18 Meldungen veröffentlicht, in denen dieser Name vorkam; die jüngste stammt vom 15. September 2026.

Quelle: Independent Türkçe