Die Inbetriebnahme von Systemen der künstlichen Intelligenz, bevor deren Sicherheitsbewertungen abgeschlossen sind, erhöht aufgrund weitreichender Zugriffsrechte die Cyberrisiken. Maher Yamout, leitender Sicherheitsforscher bei Kaspersky GReAT, erklärt, dass die Systeme nur auf die Daten und Ressourcen zugreifen sollten, die sie benötigen.
Yamout berichtet, dass Gruppen mit fortgeschrittenen persistenten Bedrohungen geopolitische Spannungen ausnutzen und auch Institutionen in der Türkei ins Visier nehmen. Daher ist es neben technischen Maßnahmen wichtig, dass Beschäftigte Social-Engineering- und Phishing-Angriffe erkennen.
Warum wichtig
Diese Einschätzung zeigt, dass bei der Nutzung künstlicher Intelligenz neben der Geschwindigkeit auch die Begrenzung von Zugriffsrechten und die Sicherheitskontrolle Teil institutioneller Entscheidungen sein müssen. Das Thema betrifft nicht nur Technologieteams, sondern auch Führungskräfte, die diesen Systemen Daten- und Ressourcenzugriff gewähren, sowie Beschäftigte, von denen erwartet wird, dass sie Anzeichen von Angriffen erkennen. Die Möglichkeit, dass Institutionen in der Türkei zum Ziel von mit geopolitischen Spannungen verbundenen Bedrohungsgruppen werden, macht es erforderlich, durch künstliche Intelligenz verursachte Schwachstellen gemeinsam mit Phishing- und Social-Engineering-Versuchen zu betrachten. Der bestehende Rahmen lässt jedoch die Fragen offen, welche Kontrollschritte Institutionen umsetzen werden und wie die Zugriffsrechte begrenzt werden sollen, bevor die Sicherheitsbewertungen abgeschlossen sind.