Das Außenministerium begrüßte und unterstützte die Schritte von 12 Ländern unter der Führung des Vereinigten Königreichs, Frankreichs und Kanadas, den Handel und die Geschäftsbeziehungen mit den illegalen Siedlungen im Westjordanland zu verbieten. In der Erklärung hieß es, Israels Bemühungen zur Beseitigung der Zwei-Staaten-Lösung hätten sich intensiviert, die Siedlungen hätten sich zu einer systematischen Besatzungspolitik entwickelt und bedrohten den Staat Palästina, während der „Siedlerterror“ das Ausmaß einer ethnischen Säuberung erreicht habe. Das Ministerium erklärte, es erwarte von der internationalen Gemeinschaft ähnliche Entscheidungen. 12 Länder, darunter das Vereinigte Königreich, Frankreich, Spanien und Kanada, kündigten an, den Handel mit den besetzten palästinensischen Gebieten zu verbieten. Die Türkei erklärte, sie werde ihre Bemühungen für einen unabhängigen Staat Palästina mit Ostjerusalem als Hauptstadt auf Grundlage der Grenzen von 1967 fortsetzen.
Warum das wichtig ist
Diese Entwicklung zeigt, dass der Ansatz, die Siedlungen im Westjordanland durch internationale Handelsbeziehungen zu unterstützen, über die politische Verurteilung hinausgeht. Für die Parteien, die Handels- und Geschäftsbeziehungen zu den Siedlungen unterhalten, gewinnt der diplomatische und wirtschaftliche Rahmen dieser Aktivitäten zunehmend an Bedeutung, während die Frage, welche Geschäfte die Entscheidungen umfassen werden, eine offene Frage der Umsetzung bleibt. Die gemeinsame Haltung der 12 Länder stärkt den Aufruf, den internationalen Druck gegen die Siedlungspolitik auszuweiten; allerdings ist noch nicht absehbar, ob ähnliche Schritte von anderen Ländern übernommen werden. Die Erklärung der Türkei verknüpft diese Debatte mit dem Ziel eines unabhängigen Staates Palästina auf Grundlage der Grenzen von 1967 und mit Ostjerusalem als Hauptstadt; damit werden die Handelsbeschränkungen als Teil der diplomatischen Bemühungen zum Erhalt der Zwei-Staaten-Lösung dargestellt.
Hintergrund
Die Türkei ist im FikirPilot-Archiv kein neuer Name: In den vergangenen 90 Tagen haben wir 44 Nachrichten veröffentlicht, in denen dieser Name vorkam; die jüngste datiert vom 8. September 2026.