Tottenham Hotspur hat den Wechsel von VMware zu HPE-Lösungen weitgehend abgeschlossen. Der Klub hat die Server-, Speicher- und Netzwerkinfrastruktur in seinem Stadion auf HPEs GreenLake-Plattform für das Management hybrider Clouds migriert. Die Infrastruktur wird durch Morpheus VME für die Virtualisierung sowie die Software OpsRamp für hybride und Multi-Cloud-Umgebungen unterstützt; den Managed Service übernimmt HPE.
Laut The Register nutzt das Rechenzentrum des Stadions mit sechs Gängen Server von HPE ProLiant Compute Gen12 und Alletra Storage MP. Tottenham verwaltet seine Umgebung an mehreren Standorten außerdem mit Morpheus und OpsRamp, erneuert seine Virtualisierungsplattformen und reduziert den operativen Aufwand. Der Klub hat nicht bekannt gegeben, welche VMware-Produkte er zuvor verwendet hatte und wie viel er an Broadcom zahlte.
CTO Rob Pickering sagte, dass die Übernahme von VMware durch Broadcom aufgrund der Veränderungen bei der Geschäftsstruktur und den Kundenbeziehungen Probleme verursacht habe. Pickering erklärte, dass der Wechsel in den vergangenen drei Monaten erfolgt sei, und gab an, bei den Lizenzgebühren im Vergleich zur VMware-Zeit „mehr als 85 Prozent“ einzusparen. Er betonte jedoch, dass die Entscheidung nicht nur mit den Kosten zusammenhänge: Morpheus VME sei bei der Verwaltung der Hardware leistungsfähiger als VMware, und es sei wichtig, mithilfe von KI-gestützten Betriebsabläufen Ausfälle ohne menschliches Eingreifen zu beheben. Für 2025 sagte er, dass Tottenhams Technologieteam aus etwa 35 Personen bestehe.
Warum das wichtig ist
Diese Veränderung zeigt, dass die Umwälzungen bei der Lizenzierung und den Kundenbeziehungen nach der Übernahme von VMware durch Broadcom unternehmerische Technologieentscheidungen beeinflussen können. Insbesondere in Umgebungen mit mehreren Standorten wie einem Stadion, die ohne Unterbrechung betrieben werden müssen, wird die Wahl der Infrastruktur nicht nur anhand der Lizenzkosten bewertet, sondern auch danach, wie Server verwaltet werden, wie gut die Multi-Cloud-Umgebung einsehbar ist und wie auf Störungen reagiert wird. Für ein etwa 35-köpfiges Technologieteam können Automatisierung und Managed Services die Arbeitsweise unmittelbar beeinflussen, wenn die Abläufe mit weniger menschlichem Eingreifen durchgeführt werden sollen. Dass Tottenham jedoch weder seine früheren VMware-Produkte noch seine tatsächlichen Ausgaben während der Broadcom-Zeit offengelegt hat, lässt die Fragen offen, anhand welcher Posten die genannten Einsparungen berechnet wurden und wie hoch die Gesamtkosten des Wechsels sind.